Alle Beiträge von Hanspeter Obrist

Gottes Strategie

Wir haben uns gemeinsam damit beschäftigt, wie die Beziehung zwischen den Menschen und Gott zerbrochen ist und wie Gott uns mit dem Kreuzestod von Jesus die versöhnende Hand entgegenhält.

Eigentlich könnte mit dem Versöhnungswerk alles erledigt sein. Doch die Realität zeigt: Die Veränderung der Menschen erfolgt nicht automatisch, sondern indem sie sich darauf einlassen.

Gott hätte den Sieg Christi in der ganzen Welte auch durch Engel verkünden können. Doch er entschied sich für den Weg mit den Menschen. Ein Mensch, der selbst die Vergebung erfahren hat, soll andere anleiten und begleiten.

Die Erwartungen der Jünger waren groß: Nun, da Jesus auferstanden war, würden sie gemeinsam das Königreich errichten. Doch Jesus wollte dafür keine Zeit festlegen und versprach ihnen die Kraft des Heiligen Geistes, der sie in die ganze Welt führen wird (Apostelgeschichte 1,6-8).

Neu wurde Gottes Gegenwart durch den Heiligen Geist in den Jüngern von Jesus erfahrbar.

Was ist also Gottes Strategie? Gottes Strategie weiterlesen

Sagt allezeit für alles Dank

Wir lassen uns inspirieren von Epheser 5,19-20: Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen 20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

Was fällt uns in diesen Versen auf?

Wir sollen einander ermutigen. Nicht alles, Sagt allezeit für alles Dank weiterlesen

Das Kamel und das Nadelöhr

Das Gleichnis mit dem Kamel und Nadelöhr in Matthäus 19,16-26 hat schon oft große Wellen geworfen. Ist es wirklich so unmöglich, dass ein Reicher ins Himmelreich kommt? Der Schlüssel liegt in dem Zusammenhang, in dem diese Geschichte steht.

Jesus sagt: „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Vers 24). Was löst das Bild aus?

In Vers 25 steht: „Als die Jünger das hörten, gerieten sie ganz außer sich vor Schrecken und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?“ Einige Jünger hatten ein Familienunternehmen. Sie waren nicht arm. Beim Thema „Arm und Reich“ ist immer die Frage, mit wem ich mich vergleiche. Im Verhältnis zu den Superreichen ist jeder arm, doch im Verhältnis zu anderen Leuten sieht das wieder ganz anders aus.

Um bei diesem Bild vom Reichen, dem Kamel und dem Nadelöhr eine Lösung zu finden, machen einige das Kamel klein, andere das Nadelöhr groß und weitere fragen sich, wer wirklich zu den Reichen zählt.

Wie ging man in der Vergangenheit mit diesem Text um? Das Kamel und das Nadelöhr weiterlesen

Tröstet mein Volk

Israelsonntag – Tischa BeAwTröstet mein Volk

Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems Tischa BeAw (2025: 3. August) fand im christlichen Kalender am 10. Sonntag nach Trinitatis (2025: 24. August) Eingang. Dieser Tag wird auch „Israelsonntag“ genannt.

Luther führte diesen Tag zu Beginn der Reformation ein, um seine Verbundenheit mit den Juden zu bekunden. Zunächst wurde er „Jerusalem-Gedenktag“ genannt.

Das jüdische Volk hat viele Gedenktage, die meistens mit einem Innehalten und Fasten verbunden sind. Ein großer Unterschied zu uns ist, dass auch Katastrophen gedacht wird. Das machen wir in der Schweiz weniger. Tröstet mein Volk weiterlesen

Versöhnung durch das Kreuz

Der gekreuzigte Jesus erscheint weltfremd. In 1.Korinther 1,22-24 schreibt Paulus: „Während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 23 predigen wir Christus als gekreuzigt, für Juden ein Anstoß und für Nationen eine Torheit; 24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Die Botschaft vom Kreuz ist schwer einzuordnen. In christlichen Kreisen wird heute ganz neu darüber debattiert, wie das Kreuz zeitgemäß zu interpretieren ist. Versöhnung durch das Kreuz weiterlesen

Zur Ruhe kommen

In Matthäus 11,29-30 heißt es: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. 30 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.“

Diese Verse fassen das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus, in wenigen Worten zusammen. Genauso wie es Johannes macht (Johannes 3,16).

Wen spricht Jesus an? Was sind Mühselige?

Menschen, die sich abmühen, die müde oder ausgepumpt sind. Vielleicht sind es auch Menschen, für die Religion eine Last ist, weil sie den Erwartungen nicht entsprechen. Zur Ruhe kommen weiterlesen

Der Neuanfang

Nachdem die Menschen sich selbst zugrunde gerichtet hatten, beschloss Gott einen Reset (Neuanfang). Noah war der Mann seines Vertrauens. Doch die Geschichte lehrt uns:  Ein Reset und ein neues Umfeld genügen nicht. Der Mensch muss sein Herz ändern. 

Im letzten Impuls haben wir gesehen, dass der Mensch selbst entscheiden wollte, was gut für ihn ist. Dadurch wurde sein Urvertrauen in Gott erschüttert. Die Folge ist eine zerrüttete Beziehung zu Gott und Mitmenschen. In 1.Mose 3,15 hat Gott jedoch einen Retter verheißen: „Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.“

Nun wird ein besonderer Mensch geboren. So lesen wir in 1.Mose 5,28-29: „Lamech lebte 182 Jahre und zeugte einen Sohn. 29 Und er gab ihm den Namen Noah (Ruhe, Trost), indem er sagte: Dieser wird uns trösten über unserer Arbeit und über der Mühsal unserer Hände von dem Erdboden, den der HERR verflucht hat.“ Andere übersetzten: Er wird uns aufatmen lassen“. Ist das nun der verheißene Retter?

Petrus schreibt in 2.Petrus 2,5, dass Noah ein Prediger der Gerechtigkeit war. Und in 1.Petrus 3,20, dass Gott geduldig wartete, als Noah die Arche baute. Jesus sagte in Matthäus 24,37: „Wie die Tage Noahs waren, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.“ Die Geschichte von Noah spricht also in unsere Zeit hinein. Der Neuanfang weiterlesen

Gott lässt uns nicht unvorbereitet in Schwierigkeiten laufen

In Apostelgeschichte 20,17-38 sagt Paulus den Ältesten von Ephesus ganz klar, , dass er in Jerusalem gefangen genommen wird. Der Heilige Geist hatte ihm das aufgezeigt. Dieser Hinweis ist in doppelter Hinsicht hilfreich: Wenn Paulus festgenommen wird, sind die Gemeinden nicht davon überrascht und denken, Gott habe Paulus verlassen. Zudem ist Paulus selbst darauf vorbereitet, verhaftet zu werden.

Mit seiner Rede vor den Ältesten von Ephesus übergibt Paulus bewusst den Stab an die Verantwortlichen der Gemeinde weiter. Sie sollen die Gemeinde nun mit Nahrung versorgen und sie vor zerstörerischen Einflüssen schützen.

Paulus warnt vor den reißenden Wölfen, die alles durcheinanderbringen und Menschen an sich binden, statt sie mit Jesus zu verbinden.

In Vers 26 spricht Paulus auch von der Möglichkeit, dass Menschen, die das Evangelium angenommen haben, verloren gehen können. Paulus weist auf die Eigenverantwortung für ihr Leben hin (Vers 28).

Spannend ist, dass der Heilige Geist Paulus auch die Möglichkeit gibt, sein eigenes „Ja“ für seinen Weg zu finden. Seine Gefangenschaft ist keine Niederlage, sondern der von Gott gewollte und geführte Weg zu einer neuen Aufgabe.

Erst durch die Einschränkung erhielt Paulus die Möglichkeit, bis in unsere Zeit hinein zu wirken.

Ganzer Text: Gott lässt uns nicht unvorbereitet in Schwierigkeiten laufen weiterlesen

Ich will erzählen von deiner Herrlichkeit

David ermutigt uns in Psalm 145,1-10 Gott anzubeten, ihm zu vertrauen und seine Taten zu verkünden. Hier einige Gedanken zur Umsetzung:

Wir wollen Gott die Stellung geben, die ihm gebührt. Er ist unser König (Vers 1). Wir respektieren seine Worte. Wir wollen ihn täglich rühmen (Vers 2). Über Gottes unausforschliche Grösse können wir nur staunen und ihm danken (Vers 3).

Wir sind dazu berufen, Gottes Herrlichkeit an kommende Generationen weiterzugeben und begeistert von ihm zu erzählen (Vers 4-7). Man könnte dies übersetzten mit: «Wie die Alten klingen, so die Jungen singen».

Wir halten unseren Glauben lebendig, indem wir von Gott reden, über ihn nachdenken, Erlebtes erzählen, ihn wertschätzen und rühmen.

Wer aus der Geschichte lernt, muss sie nicht wiederholen. Wir können mit Gottes Hilfe neue Wege gehen.

Wir sollen von unseren Erfahrungen mit Gott erzählen, damit andere davon reden und seine Güte und Gerechtigkeit rühmen (Vers 6-7). Jesus sagt in Matthäus 5,16: «Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.»

Gottes Macht (Vers 1) ist verknüpft mit seiner Güte und Gerechtigkeit (Vers 7). Gottes Gnade ist eine unverdiente Zuwendung (Vers 8-9). Er wirbt um uns. Sein Ziel ist eine Beziehung aus Liebe. Wer Gottes Liebe annimmt, erwidert sie und schwärmt von Gott (Vers 10).

Psalm 145

Ich will erzählen von deiner Herrlichkeit weiterlesen