Der Abstieg eines Propheten Gottes
Die Geschichte Bileams steht in 4.Mose 22-24. Nach der langen Wanderung durch die Wüste lagert das Volk Israel vor den Toren des verheißenen Landes auf dem Gebiet der Moabiter. Deren König Balak bekommt es mit der Angst zu tun und verbündet sich mit den Midianitern. Ihm ist klar: Dieses Volk kann nur in Schach gehalten werden, wenn es gelingt, es von seinem mächtigen Gott zu trennen. So kommt er auf die Idee, den 800 km nördlich wohnenden Seher Bileam zu rufen. Bileam hat einen guten Draht zu Gott (4.Mose 22,8) und soll das Volk verfluchen.
Die Antwort, die Bileam von Gott in der Nacht beim Besuch der Moabiter und Midianiter erhält, ist glasklar: „Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet“ (4.Mose 22,12).
Bileam schickt die Boten zurück. Doch bereits in seiner Antwort wird Bileams zwiespältiger Umgang mit der klaren Weisung Gottes deutlich: „Geht wieder in euer Land! Denn der HERR hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen“ (4.Mose 22,13). Er sagt nur eine Teilwahrheit. Es kling so, als würde er sagen: „Ich würde ja gerne mitkommen, aber mein Chef erlaubt es im Moment nicht“.
Möglicherweise haben die Boten diese feine Nuance aufgenommen. Der skurrile Prophet Bileam weiterlesen
Als letztes der drei Wallfahrtsfeste (
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, in der wir uns an das Abendmahl, den Kreuzestod und die Auferstehung von Jesus erinnern.