Viva Ebnat-Kappel

Sonntag, 14. Dezember, 9:45 Uhr, Gottesdienst (3. Advent), Jesus nutzt die Chance von Chanukka / Das jüdische Lichterfest  (Hanspeter Obrist)

Parallel zum Gottesdienst gibt es am Sonntag ein altersgerechtes Programm für die Kinder. Mini-Kids (0-4) / Midi-Kids (4-7) / Kids-Treff (7-12) / TeenieGD (12-16)

Bitte Parkplätze an der Gillstrasse (Sportplatz usw.) benützen. Zugang zu Fuss von der Gillstrasse Richtung Alterssiedlung Gill. Unsere Räume sind geheizt.

Viva bedeutet Leben. Wir teilen miteinander die Faszination des Lebens und des Glaubens und tragen schwierige Situationen gemeinsam.

Dazu lassen wir uns von der Bibel inspirieren. Wir fördern einander. Kontakte zu anderen Kirchen und Organisationen sind uns wichtig.

Unsere Gottesdienste sind geprägt von der Begegnung mit Gott, der Bibel und gegenseitiger Wertschätzung und Anteilnahme.

Unser Anliegen ist die Versöhnung mit Gott, den Menschen und dem Leben.
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Impulse zur Adventszeit

Gott erwählt Betrübte (Adventsimpuls 13)

In Lukas 1,28-30 sagt der Engel Gabriel zu Maria: „Sei gegrüßt, Begnadete! Der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden.“

In Marias Sprache war es wohl ein Schalom (Friede dir). Gott hat dich erwählt. Der Herr ist mit dir. Fürchte dich nicht, du Betrübte. Gott ist dir gnädig.

Zunächst empfängt Maria eine Zusage Gottes. Ihr Name ist die griechische Form des hebräischen Namens Miriam, der übersetzt ‚Bitterkeit‘ oder ‚Betrübnis‘ bedeutet.

Hat sie diesen Namen erhalten, weil ihre Eltern einen Sohn erwarteten? Oder war ihre Mutter bei der Geburt gestorben und kurz darauf auch ihr Vater? Lebte sie bei Verwandten in Nazareth? Wir wissen es nicht.

Ein weiterer Bezug zu ihrem Namen entstand, als Simeon im Tempel ihr das Leiden um ihren neugeborenen Sohn Jesus ankündigte: „Deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen“ (Lukas 2,35).

Wäre die Geschichte von Jesu Geburt erfunden, gäbe es darin nicht so viele offene Fragen und unerklärliche Zusammenhänge.

Ausgerechnet mit einer jungen Frau, die in Schwierigkeiten aufwächst, will Gott Geschichte schreiben. Die Botschaft lautet: Wie schwer dein Leben auch sein mag, Gott schaut auf dein Herz, nicht auf deine Umstände (1.Samuel 16,7).

Ein Licht zu Weg des Friedens (Adventsimpuls 12)  Impulse zur Adventszeit weiterlesen

Sehnsucht nach dem Messias

Alt werden mit Vision

Alte, reife Menschen sind etwas Kostbares. Sie leben nicht in der Vergangenheit, haben einen aufmerksamen Blick für ihre Mitmenschen, sehnen sich nach Jesus und verbreiten Hoffnung. Die Bibel berichtet von zwei alten Menschen, die am Rande der Gesellschaft, aber mitten im Zentrum des Weltgeschehens, stehen (Lukas 2,22-40).

Simeon bedeutet „Erfüllung“. Der Heilige Geist ruht auf ihm. Das bedeutet, dass er im Einklang mit Gott lebt und vertraut, dass Gott seine Versprechen erfüllt. Sehnsucht nach dem Messias weiterlesen

Der wahre König

Der letzte Sonntag vor dem ersten Advent ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Die evangelischen Christen gedenken an diesem Tag der Toten. Katholiken machen dies am 2. November. Seit 1925 ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres bei den Katholiken dem Christkönig gewidmet. Ein schönes Symbol: Am Schluss bleibt Christus als König.

Ist es noch zeitgemäß, Jesus als König zu proklamieren? Ist er nicht eher ein Rabbi, Philosoph, Kumpel, Freund, Berater oder ein Coach?

Wer ist Jesus für uns? Wir nennen ihn Jesus Christus. Dabei ist Christus nicht sein Nachname. Der Ausdruck bedeutet: Jesus ist der Christus. Christus kommt aus dem Griechischen und bedeutet Gesalbter. Im Hebräischen sagt man Messias. In der Bibel werden Könige, Priester und Propheten gesalbt.

Wer ist der eigentliche König in unserem Leben? Wer bestimmt, wo es lang geht? Manchmal sind es in einer Familie die Kinder. In einer Firma kann es ein Mitarbeiter sein. Es gibt immer wieder informelle Führer. Vielleicht sind es auch die Eltern, von denen man sich nicht gelöst hat, oder der Partner oder Freunde.

Wir in der Schweiz definieren uns gerade dadurch, dass wir keinen König haben. Wir denken, wir seien alle gleich. Spannend ist, dass sich Kirchgemeinden je nach politischem System anders organisieren. Der wahre König weiterlesen

Der skurrile Prophet Bileam

Der Abstieg eines Propheten Gottes

Die Geschichte Bileams steht in 4.Mose 22-24. Nach der langen Wanderung durch die Wüste lagert das Volk Israel vor den Toren des verheißenen Landes auf dem Gebiet der Moabiter. Deren König Balak bekommt es mit der Angst zu tun und verbündet sich mit den Midianitern. Ihm ist klar: Dieses Volk kann nur in Schach gehalten werden, wenn es gelingt, es von seinem mächtigen Gott zu trennen. So kommt er auf die Idee, den 800 km nördlich wohnenden Seher Bileam zu rufen. Bileam hat einen guten Draht zu Gott (4.Mose 22,8) und soll das Volk verfluchen.

Die Antwort, die Bileam von Gott in der Nacht beim Besuch der Moabiter und Midianiter erhält, ist glasklar: „Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet“ (4.Mose 22,12).

Bileam schickt die Boten zurück. Doch bereits in seiner Antwort wird Bileams zwiespältiger Umgang mit der klaren Weisung Gottes deutlich: „Geht wieder in euer Land! Denn der HERR hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen“ (4.Mose 22,13). Er sagt nur eine Teilwahrheit. Es kling so, als würde er sagen: „Ich würde ja gerne mitkommen, aber mein Chef erlaubt es im Moment nicht“.

Möglicherweise haben die Boten diese feine Nuance aufgenommen. Der skurrile Prophet Bileam weiterlesen

Zwischen Vollmacht und Ohnmacht

Als Christen stehen wir zwischen vollmundigen Verheißungen und ohnmächtiger Hilflosigkeit. Vor mehr als 30 Jahren besuchte ich ein Seminar zum Thema Vollmacht und Ohnmacht. Seit diesem Zeitpunkt begleitet mich dieses Wortspiel.

Es sind vier Punkte, die mich bewegen: Vollmacht statt Ohnmacht – Ohnmacht trotz Vollmacht – Vollmacht durch Ohnmacht – Vollmacht zur Ohnmacht.   Zwischen Vollmacht und Ohnmacht weiterlesen

Paulus und Felix 

Als Paulus vor dem römischen Statthalter Felix in Cäsarea angeklagt wurde (Apostelgeschichte 24,1-23), warf man ihm vor, was die Kläger selbst verursacht hatten – Unruhe.

Der „Humor Gottes ist, dass nun genau das eintrift, was die Gegner des Paulus verhindern wollten. Sie dachten, dass Paulus, als Anführer der Jesusbewegung („der Weg“ genannt), im Gefängnis blockiert sei. Tatsächlich war es aber gerade die Zeit im Gefängnis, in der Paulus alles aufschreiben musste und so die Jesusbewegung stärker prägte als die Leiter Petrus und Jakobus.

Der Glaube an Jesus hätte für Drusilla und Felix Konsequenzen gehabt, die sie nicht wollten.

Glauben bedeutet, sich mit der Hilfe des Heiligen Geistes zu verändern: in der Lebensführung und im Charakter. Zudem bedeutet es, sich bewusst zu werden, dass man für alles vor Gott Rechenschaft ablegen muss.

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Der Himmel ist kein Schlaraffenland

Jesus war der Erste, der von einer jenseitigen Welt sprach. In Johannes 14,2-3 spricht er von einem Wohnort, den er für uns vorbereitet. Ist der Himmel ein niemals endender Gottesdienst?

Zunächst muss uns bewusstwerden: Das Göttliche ist außerhalb von Raum (nicht an einen Ort gebunden), Zeit (ewig) und Materie (außerhalb der menschlichen Denkbox).

In unserem menschlichen Wunschbild dreht sich oft alles um uns selbst. Im Schlaraffenland steht der Mensch im Zentrum. Im Himmel ist es Gott.

Wir werden nicht ohne Aufgaben sein. Gott hat allen Geschöpfen eine Aufgabe und Bestimmung gegeben. Die Wesen, die sich gegen diese Aufgaben aufgelehnt haben, sind die abgefallenen Engel oder Menschen.

Das göttliche Prinzip ist, dass wir uns gegenseitig ergänzen und einander dienen. Deshalb sollen wir auf dieser Erde dieses Prinzip einüben.

Im Himmel wird unsere Persönlichkeit nicht aufgelöst, sondern sie soll sich, von egoistischen Motiven gereinigt, entfalten.

Wenn der Himmel Gemeinschaft mit Jesus ist, dann ist es schon auf der Erde unser Bedürfnis, Zeit mit ihm zu verbringen. Nicht als Erfüllung einer Pflicht, sondern in Sehnsucht nach seiner Gegenwart, wo immer wir sind.

 Der Himmel ist besser, als wir es uns vorstellen können.

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Jesus will bei uns einkehren

Die Geschichte von Zachäus in Lukas 19,1-10 ist spannend. Zachäus ist ein Zöllner, der anders ist als die anderen. Er ist klein. Als Jesus nach Jericho kommt, versperren ihm die Leute die Sicht. Er sucht nach einer Lösung und steigt auf einen Baum.

Unsere Herausforderungen sind vielleicht anders. Doch die Situation, dass wir manchmal nicht mehr darüber sehen, kennen wir. Plötzlich versperren uns unsere Sorgen und alltäglichen Herausforderungen die Sicht auf Jesus oder das Gute im Leben.

Zachäus will Jesus sehen und sucht nach einem Weg, wie er das erreichen kann. Jesus will bei uns einkehren weiterlesen

Ganz nach Plan

Paulus wusste, dass er bis nach Rom die gute Nachricht von Jesus verkünden soll (Apg. 19,21). Das bestätigte ihm auch Jesus im Gefängnis (Apg. 23,11).

In Jerusalem wird er durch falsche Anklagen ein Gefangener. In den Augen der führenden Juden kann sich ein Jesusnachfolger nicht mehr auf den Gott Israels berufen (Apostelgeschichte 22,30-23,24). Das sei gotteslästerlich. Denn das erste Gebot wird aus ihrer Sicht gebrochen, neben Gott einen anderen Gott (Jesus) zu haben.

Da die Juden sein Bekenntnis zum jüdischen Glauben ablehnen, weist Paulus sie darauf hin, dass sie selbst untereinander nicht einig sind. Er erwähnt, dass sein Glaube auf der Auferstehung der Toten beruht.

Ein schwieriger Weg muss nicht wegen uns selbst schwierig sein, sondern weil Gott damit andere Personen wachrütteln will. Rund zehn Jahre vor der Zerstörung von Jerusalem wird Jesus nochmals bei allen Verantwortlichen zum Thema. Doch sie lassen den Weckruf Gottes verstreichen.

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