Heilung bedeutet nicht Heil

Die Begegnung von Jesus mit einem Kranken am Teich Betesda in Jerusalem zeigt, dass Heilung nicht automatisch Heil (Errettung) bedeutet und in eine Beziehung zum Heiland (Retter) führt.

Betesda (Beth Chesda) bedeutet „Haus der Gnade”. Die Anlage besteht aus großen, offenen Zisternen mit mehreren Säulenhallen und liegt nördlich des Tempelplatzes. Es ist ein Ort, an dem es nicht so heiß ist und an dem man Leute trifft, die Wasser holen oder etwas waschen wollen. Hier sitzen auch Bettler, die sich von den Besuchern etwas erhoffen. Heilung bedeutet nicht Heil weiterlesen

Viva Ebnat-Kappel

Nächste Gottesdienste:

Viva Kirchentag, Sonntag, 13. September, 9:45 Uhr, Gottesdienst, Videoübertragung ab 10.15 Uhr für eine Stunde von Rafz in der Viva Ebnat-Kappel, anschliessend bilden wir Fahrgemeinschaften und gehen zum Picknick und Dessert Teilete auf den Hemberg und treffen dort auf die Gemeinde aus dem Neckertal und Wattwil.

Sonntag, 20. September, 10:00 Uhr, Bettag Allianzgottesdienst, FCG Ebnat-Kappel, Leben im Exil (Judith Stahl)

Sonntag, 27. September, 9:45 Uhr, Gottesdienst, Glauben trotz Gegenwind, Johannes 9,1-41 (Hanspeter Obrist)

Parallel zum Gottesdienst gibt es ein altersgerechtes Programm für die Kinder.

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Meine Zeit steht in deinen Händen

Psalm 31,16: „Meine Zeit steht in deinen Händen.“

Was bewegt mich, wenn du diesen Vers hörst?

Im Kontext heißt es:

„13 Ich … bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. 14 Denn ich höre, wie viele mich verleumden: … Sie … trachten danach, mir das Leben zu nehmen. 15 Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! 16 Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich …. 17 Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht; hilf mir durch deine Güte! …. 20 Wie groß ist deine Güte, HERR, die du bewahrt hast denen, die dich fürchten, und erweisest vor den Menschen denen, die auf dich trauen!“

David steckt in einer tiefen Krise. Er wird verfolgt, hat Angst, fühlt sich einsam und ist von Kräften bedrängt, die er nicht kontrollieren kann. Mitten in dieser Panik spricht David von einer anders getakteten Zeit. Er schlägt ein anderes Tempo an. Ein Tempo des Vertrauens. Er legt seine Zeit in Gottes Hände.

Auch wir kennen solche Zeiten, in denen uns alles entgleitet. „Ich bin wie ein zerbrochenes Gefäß. Ich höre, wie viele mich verleumden. Sie zerstören mein Leben.“

Wir haben die Bilder von der schrecklichen Flut in Nepal gesehen und fragen uns: Warum? Was hilft uns in solchen Situationen? David sagt: „Ich aber“ „Ich hoffe auf dich. Du bist mein Gott. Meine Zeit steht in deinen Händen.“

Das Wissen, dass Gott die Zeit in seiner Hand hält, nimmt den Druck, alles im Leben selbst kontrollieren und erklären zu müssen.

Was bedeutet „meine Zeit“?

Im Kontext meint es „meine Lebenszeit“. „Sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen.“ Also nicht andere bestimmen, sondern Gott.

Das gilt für alle Lebenssituationen. Meine Zeit steht in deinen Händen weiterlesen

Gott sucht Anbeter – Offenbarung 11

Offenbarung 11

Die Offenbarung entfaltet uns ein Bild von einem Gott, der die Menschen wachrütteln will. Wie beim Auszug aus Ägypten Mose und Aaron vor dem Pharao aufgetreten sind, berichtet uns Johannes von zwei Zeugen, die einen klaren letzten Ruf zur Umkehr proklamieren.

Auffällig ist, dass Johannes den Fokus auf die Menschen richten soll, die Gott anbeten. Die zweite Gruppe, die den Vorplatz des Tempels 3,5 Jahre zertretet, ist ein Bild für Menschen, die nicht die Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit Gott in sich tragen. Gott sucht Anbeter – Offenbarung 11 weiterlesen

Sonntagsgedanken Toggenburger Tagblatt – 25. Juli 2026

Regen ein Segen

In diesem Sommer wird uns bewusst, was für ein Segen Wasser ist. Ohne Regen schränkt sich unser Leben schnell ein.

In der Bibel wird Gott als die Quelle lebendigen Wassers bezeichnet. In Jeremia 17,13 heisst es: „Sie haben den HERRN, die Quelle lebendigen Wassers, verlassen.“ Jesus sagt in Johannes 7,37: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke.“

In Psalm 23 schreibt König David: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquickt meine Seele.“ „Erquicken“ bedeutet „lebendig machen“, „erfrischen“ oder „beleben“. In einer anderen Bibelübersetzung steht: „Bei mir erholt ihr euch. Wenn ihr euch mir anvertraut, dann kommt Ruhe in euer Leben.“

Als Reiseleiter in Israel habe ich immer wieder mit eigenen Augen gesehen, wie die Auswirkungen von Wasser direkt sichtbar sind. Mit Wasser ist es grün und es gibt Leben. Wo nicht bewässert wird oder keine Quelle vorhanden ist, bleibt es lange Zeit braun. Und wer zu wenig trinkt, spürt schnell körperliche Auswirkungen.

Wie abhängig wir vom Regen sind, ist uns in der Schweiz oft nicht bewusst. Wasser ist für uns selbstverständlich. Vielleicht dient dieser Sommer dazu, uns bewusst zu machen, dass vieles in unserem Leben nicht selbstverständlich ist. Wir können nicht alles selbst herstellen und sind von Gott und einander abhängig. Das Gebet um Regen rückt wieder neu in den Fokus. Erst kürzlich sagte mir jemand, dass es in ihrer Jugend noch üblich war, um Regen zu beten.

Auch durch Lebensschicksale lernen wir: Unser Leben kann sich schnell verändern. Wer in Gott verankert ist, hat auch in trockenen und stürmischen Zeiten des Lebens einen Halt. Das gibt uns Zuversicht.

Monsignore Dr. Josef Hernoga vom Bistum Eichstätt schreibt: „Mit dem Tod und der Auferstehung Christi reicht Gott uns ein Seil der Hoffnung, an dem wir uns festhalten können.“

Hanspeter Obrist, Erwachsenenbildner und Pastor der Viva-Kirche Ebnat-Kappel

Einer sieht mehr

Die zehn Aussätzigen in Lukas 17,11-19 schreien nicht „Warum?“, sondern Meister, hab Erbarmen mit uns. Jesus bewirkt, dass Geschundene in seiner Gegenwart wieder Worte finden, weil er Hoffnung verbreitet. Sie fordern nicht Heilung, sondern sein Erbarmen.

Er fordert sie auf, sich auf den Weg zu machen. Sie glauben und vertrauen seinem Wort. Manchmal müssen wir ohne sichtbare Veränderung weitergehen.

Im Grunde war es das Schlimmste, als unrein zu gelten, da dies von Gott und den Menschen trennt.

14 Während sie hingingen, wurden sie gereinigt. 15 Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme; 16 und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samaritaner.

Dem Samariter wird klar, dass dieser Jesus mehr ist als ein Heiler. Der Samariter erkennt die göttliche Gegenwart in Jesus.

Im Hinblick auf den alten Streit über die rechte Gottesverehrung zwischen Juden und Samaritern (Johannes 4,20), erkennt ausgerechnet ein Verstoßener Gott und sein Heil.

Diese Hoffnungsgeschichte sagt all denen, die an Leib und Seele geschunden sind, dass die Rettung durch den Glauben größer ist als alles in unserem Leben. „Dein Glaube hat dich gerettet“ – und nicht nur körperlich heil gemacht. Wer dankt, erhält mehr.

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Glaube, der vertraut

Mit dem Wort „Glauben” verbinden wir unterschiedliche Dinge. Während der Fußball-WM macht es beispielsweise einen Unterschied, ob ich sage, ich glaube, dass die Mannschaft existiert, oder ob ich sage, ich glaube an die Mannschaft.

Der religiöse Begriff „Glaube” wird immer wieder in die erste Kategorie gedrängt, es geht jedoch in der Bibel um die zweite. Glauben bedeutet nicht, die Jesusgeschichten für wahr oder lehrreich zu halten, sondern darum, sich Jesus anzuvertrauen, auch wenn nicht alles so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben.

Das sehen wir im Bericht des Hauptmanns, der in Kapernaum auf Jesus zugeht. Jesus hat für ihn lobende Worte. Er sagt über ihn: Bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.

Es lohnt sich also, diese Begegnung mit Jesus genauer unter die Lupe zu nehmen. In Matthäus 8,5-13 heißt es: Glaube, der vertraut weiterlesen