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Der Himmel ist kein Schlaraffenland

Jesus war der Erste, der von einer jenseitigen Welt sprach. In Johannes 14,2-3 spricht er von einem Wohnort, den er für uns vorbereitet. Ist der Himmel ein niemals endender Gottesdienst?

Zunächst muss uns bewusstwerden: Das Göttliche ist außerhalb von Raum (nicht an einen Ort gebunden), Zeit (ewig) und Materie (außerhalb der menschlichen Denkbox).

In unserem menschlichen Wunschbild dreht sich oft alles um uns selbst. Im Schlaraffenland steht der Mensch im Zentrum. Im Himmel ist es Gott.

Wir werden nicht ohne Aufgaben sein. Gott hat allen Geschöpfen eine Aufgabe und Bestimmung gegeben. Die Wesen, die sich gegen diese Aufgaben aufgelehnt haben, sind die abgefallenen Engel oder Menschen.

Das göttliche Prinzip ist, dass wir uns gegenseitig ergänzen und einander dienen. Deshalb sollen wir auf dieser Erde dieses Prinzip einüben.

Im Himmel wird unsere Persönlichkeit nicht aufgelöst, sondern sie soll sich, von egoistischen Motiven gereinigt, entfalten.

Wenn der Himmel Gemeinschaft mit Jesus ist, dann ist es schon auf der Erde unser Bedürfnis, Zeit mit ihm zu verbringen. Nicht als Erfüllung einer Pflicht, sondern in Sehnsucht nach seiner Gegenwart, wo immer wir sind.

 Der Himmel ist besser, als wir es uns vorstellen können.

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Gottes Strategie

Wir haben uns gemeinsam damit beschäftigt, wie die Beziehung zwischen den Menschen und Gott zerbrochen ist und wie Gott uns mit dem Kreuzestod von Jesus die versöhnende Hand entgegenhält.

Eigentlich könnte mit dem Versöhnungswerk alles erledigt sein. Doch die Realität zeigt: Die Veränderung der Menschen erfolgt nicht automatisch, sondern indem sie sich darauf einlassen.

Gott hätte den Sieg Christi in der ganzen Welte auch durch Engel verkünden können. Doch er entschied sich für den Weg mit den Menschen. Ein Mensch, der selbst die Vergebung erfahren hat, soll andere anleiten und begleiten.

Die Erwartungen der Jünger waren groß: Nun, da Jesus auferstanden war, würden sie gemeinsam das Königreich errichten. Doch Jesus wollte dafür keine Zeit festlegen und versprach ihnen die Kraft des Heiligen Geistes, der sie in die ganze Welt führen wird (Apostelgeschichte 1,6-8).

Neu wurde Gottes Gegenwart durch den Heiligen Geist in den Jüngern von Jesus erfahrbar.

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Versöhnung durch das Kreuz

Der gekreuzigte Jesus erscheint weltfremd. In 1.Korinther 1,22-24 schreibt Paulus: „Während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 23 predigen wir Christus als gekreuzigt, für Juden ein Anstoß und für Nationen eine Torheit; 24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Die Botschaft vom Kreuz ist schwer einzuordnen. In christlichen Kreisen wird heute ganz neu darüber debattiert, wie das Kreuz zeitgemäß zu interpretieren ist. Versöhnung durch das Kreuz weiterlesen

Der Neuanfang

Nachdem die Menschen sich selbst zugrunde gerichtet hatten, beschloss Gott einen Reset (Neuanfang). Noah war der Mann seines Vertrauens. Doch die Geschichte lehrt uns:  Ein Reset und ein neues Umfeld genügen nicht. Der Mensch muss sein Herz ändern. 

Im letzten Impuls haben wir gesehen, dass der Mensch selbst entscheiden wollte, was gut für ihn ist. Dadurch wurde sein Urvertrauen in Gott erschüttert. Die Folge ist eine zerrüttete Beziehung zu Gott und Mitmenschen. In 1.Mose 3,15 hat Gott jedoch einen Retter verheißen: „Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.“

Nun wird ein besonderer Mensch geboren. So lesen wir in 1.Mose 5,28-29: „Lamech lebte 182 Jahre und zeugte einen Sohn. 29 Und er gab ihm den Namen Noah (Ruhe, Trost), indem er sagte: Dieser wird uns trösten über unserer Arbeit und über der Mühsal unserer Hände von dem Erdboden, den der HERR verflucht hat.“ Andere übersetzten: Er wird uns aufatmen lassen“. Ist das nun der verheißene Retter?

Petrus schreibt in 2.Petrus 2,5, dass Noah ein Prediger der Gerechtigkeit war. Und in 1.Petrus 3,20, dass Gott geduldig wartete, als Noah die Arche baute. Jesus sagte in Matthäus 24,37: „Wie die Tage Noahs waren, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.“ Die Geschichte von Noah spricht also in unsere Zeit hinein. Der Neuanfang weiterlesen

Der Mensch erklärt seine Unabhängigkeit von Gott

Gott hat den Menschen als sein Gegenüber und Repräsentant auf dieser Erde erschaffen. Damit haben wir uns im Impuls „Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes“ auseinandergesetzt.

Wir haben die Fähigkeit, göttliche Realität wahrzunehmen. Gottes Atem ist in uns (1.Mose 2,7). Paulus schreibt in Römer 1,20: Sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen“.

Im Unterschied zu den Tieren kann der Mensch auch außerhalb seiner eigenen Wahrnehmung aus den Erfahrungen anderer lernen, konstruktiv denken und eigenständige Entscheidungen treffen.

Eines Tages stellte der Mensch Gottes Liebe und Wohlwollen in Frage. Er zweifelte daran, dass Gott es gut mit ihm meint und die Anweisung, von einem Baum nicht zu essen, zu seinem Besten ist.

Der Mensch wollte nicht mehr von Gott abhängig sein, sondern selbst entscheiden, was gut für ihn ist.

Viele Probleme mit Gott haben auch heute mit diesem Punkt zu tun. Wir zweifeln immer wieder an der Güte Gottes und das blockiert unsere Beziehung zu Gott.

Wir wollen nun in eine Geschichte schauen, welche uns ein Spiegel ist. Es geht weniger um die Details als um den Inhalt, bei dem wir merken, die Zerrüttung unserer Beziehung mit Gott hat seinen Grund nicht bei anderen, sondern bei uns selbst.  Der Mensch erklärt seine Unabhängigkeit von Gott weiterlesen