Palmsonntag 2026

Am historischen Palmsonntag riefen die Menschen von Jerusalem Jesus zu: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ (Matthäus 21,9). Dieser Ausruf stammt aus Psalm 118, der am gerade gefeierten Passahfest rezitiert wird.

Menschen, die Gott nur loben, weil er ihnen Gutes tut, werden in Psalm 118 aufgefordert, eine höhere Liga anzustimmen und ihm zu danken, weil er gut ist.

Gott ist nicht nur gut, sondern seine Gnade währt ewig.

Die Dauer der göttlichen Gnade ist ein besonderer Schwerpunkt dieses Lobgesangs. Trotz unserer Verfehlungen, Verirrungen, Anfechtungen und Zweifel hat die erlebte Gnade kein Verfalldatum, sondern währt ewiglich. Gott holt die alten bereinigten Geschichten nicht mehr hervor.

Der Einzug von Jesus in Jerusalem ist die Ouvertüre seiner Gnade, indem er die Folgen unserer Verfehlungen am Kreuz trägt und uns so die Möglichkeit gibt, versöhnt mit Gott zu leben.

Ganzer Text: 

Am historischen Palmsonntag riefen die Menschen von Jerusalem Jesus zu: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ (Matthäus 21,9).

Dieser Ausruf stammt aus Psalm 118, der am gerade gefeierten Passahfest rezitiert wird.

24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen. 25 Ach, HERR, bring doch Rettung! (הוֹשִׁיעָה נָּא – Hosanna – Rette jetzt) … 26 Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN!

( בָּרוּךְ הַבָּא, בְּשֵׁם יְהוָה)

27 Gott ist der HERR. Er ließ Licht für uns leuchten. Tanzt den Festreigen mit Zweigen bis zu den Hörnern des Altars!“

Der Psalm fängt wie folgt an:

1 Preist den HERRN, denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig!

13 Der HERR hat mir geholfen. 14 Meine Stärke und mein Gesang ist Jah. Er ist mir zur Rettung geworden.

17 Ich werde die Taten Jahs erzählen.

21 Ich will dich preisen, denn du hast mich erhört und bist mir zur Rettung geworden. 22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Der Psalm schließt dann mit dem Ausruf:

28 Du bist mein Gott, ich will dich preisen! Mein Gott, ich will dich erheben.

29 Preist den HERRN, denn er ist gut! Ja, seine Gnade währt ewig!

Der Psalm 118 ist ein kraftvoller Dank- und Lobgesang. Er ermutigt dazu, Gott zu vertrauen, der uns durch den Stein rettet, den die Bauleute verworfen haben – ein Hinweis auf Jesus (Markus 12,10).

Was fällt bei diesem Text auf?

In der Not verändert der Blick auf Gott unsere Situation.

Menschen, die Gott nur loben, weil er ihnen Gutes tut, werden in Psalm 118 aufgefordert, eine höhere Liga anzustimmen und ihm zu danken, weil er gut ist.

Seine Wege mögen sehr verschieden sein, aber seine Natur ist stets dieselbe und immer gut. Auch wenn dunkle Wolken am Himmel hängen, ist Gott gut, und wenn wir ihn loben, verändert sich unsere Sicht. Regen und Sonne gehören zusammen, damit etwas wachsen kann. Ohne Regen wären wir in der Wüste, und ohne das Licht der Sonne könnten Pflanzen nicht wachsen.

Gott ist nicht nur gut, sondern seine Gnade währt ewig. Das ist ein wichtiger Teil seiner Güte und betrifft uns alle. Als Menschen, die ihre wahres Selbst und ihre Bestimmung immer wieder verfehlen, sind wir auf seine Gnade angewiesen.

Auch die Engel rufen: „Er ist gut”, aber sie haben seine vergebende Gnade nicht selbst erfahren. Deshalb hat unsere Freude über seine Gnade eine ganz andere Dimension.

Wer gerettet wurde, möchte nicht mehr in den Sumpf und ins Elend zurückkehren. Wir erleben mit, was passiert, wenn man ohne Gott lebt. Wir wollen deshalb seine Gemeinschaft und Nähe in alle Ewigkeit nicht mehr verlassen.

Wer Vergebung empfangen hat, sieht die Gnade als den eigentlichen Kern der Güte Gottes. Sie ist sein unverdientes Erbarmen über uns. Nur im Licht seiner Gnade ist unsere Umkehr zu ihm und unsere Bitte um Vergebung (Busse) möglich.

Die Dauer der göttlichen Gnade ist ein besonderer Schwerpunkt dieses Lobgesangs. Trotz unserer Verfehlungen, Verirrungen, Anfechtungen und Zweifel hat die erlebte Gnade kein Verfalldatum, sondern währt ewiglich. Gott holt die alten bereinigten Geschichten nicht mehr hervor.

Der Einzug von Jesus in Jerusalem ist die Ouvertüre seiner Gnade, indem er die Folgen unserer Verfehlungen am Kreuz trägt und uns so die Möglichkeit gibt, versöhnt mit Gott zu leben.

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