
Die Begegnung Jesu mit Nikodemus (Johannes 3,1-21) ist eine bekannte Geschichte. Ihre Details eröffnen eine mutmachende Perspektive. Nikodemus – Neu geboren weiterlesen

Die Begegnung Jesu mit Nikodemus (Johannes 3,1-21) ist eine bekannte Geschichte. Ihre Details eröffnen eine mutmachende Perspektive. Nikodemus – Neu geboren weiterlesen

Die zehn Aussätzigen in Lukas 17,11-19 schreien nicht „Warum?“, sondern „Meister, hab Erbarmen mit uns“. Jesus bewirkt, dass Geschundene in seiner Gegenwart wieder Worte finden, weil er Hoffnung verbreitet. Sie fordern nicht Heilung, sondern sein Erbarmen.
Er fordert sie auf, sich auf den Weg zu machen. Sie glauben und vertrauen seinem Wort. Manchmal müssen wir ohne sichtbare Veränderung weitergehen.
Im Grunde war es das Schlimmste, als unrein zu gelten, da dies von Gott und den Menschen trennt.
14 Während sie hingingen, wurden sie gereinigt. 15 Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme; 16 und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samaritaner.
Dem Samariter wird klar, dass dieser Jesus mehr ist als ein Heiler. Der Samariter erkennt die göttliche Gegenwart in Jesus.
Im Hinblick auf den alten Streit über die rechte Gottesverehrung zwischen Juden und Samaritern (Johannes 4,20), erkennt ausgerechnet ein Verstoßener Gott und sein Heil.
Diese Hoffnungsgeschichte sagt all denen, die an Leib und Seele geschunden sind, dass die Rettung durch den Glauben größer ist als alles in unserem Leben. „Dein Glaube hat dich gerettet“ – und nicht nur körperlich heil gemacht. Wer dankt, erhält mehr.
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Mit dem Wort „Glauben” verbinden wir unterschiedliche Dinge. Während der Fußball-WM macht es beispielsweise einen Unterschied, ob ich sage, ich glaube, dass die Mannschaft existiert, oder ob ich sage, ich glaube an die Mannschaft.
Der religiöse Begriff „Glaube” wird immer wieder in die erste Kategorie gedrängt, es geht jedoch in der Bibel um die zweite. Glauben bedeutet nicht, die Jesusgeschichten für wahr oder lehrreich zu halten, sondern darum, sich Jesus anzuvertrauen, auch wenn nicht alles so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben.
Das sehen wir im Bericht des Hauptmanns, der in Kapernaum auf Jesus zugeht. Jesus hat für ihn lobende Worte. Er sagt über ihn: „Bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“
Es lohnt sich also, diese Begegnung mit Jesus genauer unter die Lupe zu nehmen. In Matthäus 8,5-13 heißt es: Glaube, der vertraut weiterlesen
Die Begegnung von Jesus mit einer Frau im Haus des Pharisäers Simon ist voller Gegensätze (Lukas 7,36–50). Es ist Simon peinlich, dass eine Frau, deren Leben völlig daneben ist (Sünde = Zielverfehlung), ungebeten in sein frommes Haus kommt. Ihr Verhalten ist unangebracht, doch Jesus lässt sie gewähren. Peinlichkeit beim frommen Simon weiterlesen
Eine Geschichte aus der Bibel sorgt immer wieder für Verwunderung. Jesus wird von Marta in ihr Haus eingeladen. Sonst sind es immer Männer die Jesus einladen. Das lässt vermuten, dass Marta unverheiratet ist und mit ihren Geschwistern in Betanien auf dem Ölberg zusammenlebt. Wir wissen nicht, ob dies die erste Begegnung ist. Sie und ihre Schwester Maria sind von Jesus begeistert.
Doch bald ärgert sich Marta, da ihre Schwester Maria nicht bei der Bewirtung der Gäste hilft, sondern Jesus zu Füßen sitzt. Deshalb fordert sie Jesus auf, Maria zurechtzuweisen. Da kommt die große Überraschung: Jesus tadelt nicht Maria, sondern Marta (Lukas 10,38 –42). Das Credo von Martas Schwester weiterlesen
Am historischen Palmsonntag riefen die Menschen von Jerusalem Jesus zu: „Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ (Matthäus 21,9). Dieser Ausruf stammt aus Psalm 118, der am gerade gefeierten Passahfest rezitiert wird.
Menschen, die Gott nur loben, weil er ihnen Gutes tut, werden in Psalm 118 aufgefordert, eine höhere Liga anzustimmen und ihm zu danken, weil er gut ist.
Gott ist nicht nur gut, sondern seine Gnade währt ewig.
Die Dauer der göttlichen Gnade ist ein besonderer Schwerpunkt dieses Lobgesangs. Trotz unserer Verfehlungen, Verirrungen, Anfechtungen und Zweifel hat die erlebte Gnade kein Verfalldatum, sondern währt ewiglich. Gott holt die alten bereinigten Geschichten nicht mehr hervor.
Der Einzug von Jesus in Jerusalem ist die Ouvertüre seiner Gnade, indem er die Folgen unserer Verfehlungen am Kreuz trägt und uns so die Möglichkeit gibt, versöhnt mit Gott zu leben.
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Das Zeichen der Krippe (Adventsimpuls 24)
Der Engel sagt in Lukas 2,12 zu den Hirten: „Dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“
Was soll dieses Zeichen? Hätte der Engel zu den Hirten nur gesagt, der neue König sei geboren, dann hätten sie sich wohl kaum auf den Weg gemacht. Wer will schon als Hirte in einen Palast gehen? Das Zeichen von der Krippe zeigte ihnen an: Es sind einfache Leute wie wir. Der verheißene König ist, wie damals der König David, ein ganz normales jüdisches Kind.
Ein weiterer Punkt kommt durch den Zweck der Krippe zum Ausdruck: Jesus ist die himmlische Speise. Er ist das Brot des Himmels. Seine Worte sollen ein Teil von uns werden, so wie die Nahrung.
In Jesaja 1,3 heißt es: „Ein Rind kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn. Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht.“ Das bedeutet jedoch nicht, wie später angenommen, dass Ochs und Esel an der Krippe standen, sondern dass sie wussten, wo sie gute Nahrung bekamen.
In Jeremia 15,16 heißt es: „Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens.“ Jesus sagt in Johannes 6,35: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“
Die Krippe ist ein bedeutendes Zeichen dafür, dass Jesus die göttliche Nahrung für uns ist.
Unser Gott fährt nicht mit Glanz und Gloria ein. Er zwingt uns seine Wahrheit und seine Gerechtigkeit nicht auf. Wer will, kann sich auf ihn einlassen und ihn empfangen.
Gott hat einen Weg gewählt, um uns werbend anzusprechen. Er zieht uns mit dieser wehrlosen und auch entwaffnenden Liebe an. Wenn wir die Einfachheit Jesu in der Krippe sehen, dann fällt auch unsere Selbstüberschätzung weg und wir gehen demütig zu ihm.
Paul Gerhardt bringt das im letzten Vers seines Liedes: „Ich steh an deiner Krippe hier“ so zum Ausdruck: „So lass mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein – dich und all deine Freuden.“

Präzise Voraussage (Adventsimpuls 23) Impulse zur Adventszeit weiterlesen
Das jüdische Lichterfest 
Darf und soll man Weihnachten feiern? Weihnachten gehört schließlich nicht zu den von Gott gebotenen Festen. Wir kennen auch das genaue Geburtsdatum von Jesus nicht und Geburtstagsfeiern werden in der Bibel negativ dargestellt. Das sehen wir beim Bäcker des Pharaos (1.Mose 40,20-22) und bei Johannes dem Täufer, der am Geburtstagsfest hingerichtet wurde (Matthäus 14,6-8). Jeremia sagt sogar: „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin; der Tag soll ungesegnet sein, an dem mich meine Mutter geboren hat!“ (Jeremia 20,14). Diese Aussage ist jedoch keine Lehraussage, sondern ein Ausdruck des Frustes, den Jeremia aufgrund des Widerstands erlebte.
Es gibt eine spannende Beobachtung. Juden feiern auch ein Lichterfest: Chanukka. Dieses Fest wird in der Bibel nicht geboten und trotzdem nimmt Jesus die Themen dieses Festes auf und nutzt sie, um die gute Nachricht zu erzählen. Jesus nutzt die Chance von Chanukka weiterlesen
Alt werden mit Vision
Alte, reife Menschen sind etwas Kostbares. Sie leben nicht in der Vergangenheit, haben einen aufmerksamen Blick für ihre Mitmenschen, sehnen sich nach Jesus und verbreiten Hoffnung. Die Bibel berichtet von zwei alten Menschen, die am Rande der Gesellschaft, aber mitten im Zentrum des Weltgeschehens, stehen (Lukas 2,22-40).
Simeon bedeutet „Erfüllung“. Der Heilige Geist ruht auf ihm. Das bedeutet, dass er im Einklang mit Gott lebt und vertraut, dass Gott seine Versprechen erfüllt. Sehnsucht nach dem Messias weiterlesen
Der letzte Sonntag vor dem ersten Advent ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Die evangelischen Christen gedenken an diesem Tag der Toten. Katholiken machen dies am 2. November. Seit 1925 ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres bei den Katholiken dem Christkönig gewidmet. Ein schönes Symbol: Am Schluss bleibt Christus als König.
Ist es noch zeitgemäß, Jesus als König zu proklamieren? Ist er nicht eher ein Rabbi, Philosoph, Kumpel, Freund, Berater oder ein Coach?
Wer ist Jesus für uns? Wir nennen ihn Jesus Christus. Dabei ist Christus nicht sein Nachname. Der Ausdruck bedeutet: Jesus ist der Christus. Christus kommt aus dem Griechischen und bedeutet Gesalbter. Im Hebräischen sagt man Messias. In der Bibel werden Könige, Priester und Propheten gesalbt.
Wer ist der eigentliche König in unserem Leben? Wer bestimmt, wo es lang geht? Manchmal sind es in einer Familie die Kinder. In einer Firma kann es ein Mitarbeiter sein. Es gibt immer wieder informelle Führer. Vielleicht sind es auch die Eltern, von denen man sich nicht gelöst hat, oder der Partner oder Freunde.
Wir in der Schweiz definieren uns gerade dadurch, dass wir keinen König haben. Wir denken, wir seien alle gleich. Spannend ist, dass sich Kirchgemeinden je nach politischem System anders organisieren. Der wahre König weiterlesen