Kategoriearchiv: Bibel-Impulse

Einer sieht mehr

Die zehn Aussätzigen in Lukas 17,11-19 schreien nicht „Warum?“, sondern Meister, hab Erbarmen mit uns. Jesus bewirkt, dass Geschundene in seiner Gegenwart wieder Worte finden, weil er Hoffnung verbreitet. Sie fordern nicht Heilung, sondern sein Erbarmen.

Er fordert sie auf, sich auf den Weg zu machen. Sie glauben und vertrauen seinem Wort. Manchmal müssen wir ohne sichtbare Veränderung weitergehen.

Im Grunde war es das Schlimmste, als unrein zu gelten, da dies von Gott und den Menschen trennt.

14 Während sie hingingen, wurden sie gereinigt. 15 Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme; 16 und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samaritaner.

Dem Samariter wird klar, dass dieser Jesus mehr ist als ein Heiler. Der Samariter erkennt die göttliche Gegenwart in Jesus.

Im Hinblick auf den alten Streit über die rechte Gottesverehrung zwischen Juden und Samaritern (Johannes 4,20), erkennt ausgerechnet ein Verstoßener Gott und sein Heil.

Diese Hoffnungsgeschichte sagt all denen, die an Leib und Seele geschunden sind, dass die Rettung durch den Glauben größer ist als alles in unserem Leben. „Dein Glaube hat dich gerettet“ – und nicht nur körperlich heil gemacht. Wer dankt, erhält mehr.

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Glaube, der vertraut

Mit dem Wort „Glauben” verbinden wir unterschiedliche Dinge. Während der Fußball-WM macht es beispielsweise einen Unterschied, ob ich sage, ich glaube, dass die Mannschaft existiert, oder ob ich sage, ich glaube an die Mannschaft.

Der religiöse Begriff „Glaube” wird immer wieder in die erste Kategorie gedrängt, es geht jedoch in der Bibel um die zweite. Glauben bedeutet nicht, die Jesusgeschichten für wahr oder lehrreich zu halten, sondern darum, sich Jesus anzuvertrauen, auch wenn nicht alles so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben.

Das sehen wir im Bericht des Hauptmanns, der in Kapernaum auf Jesus zugeht. Jesus hat für ihn lobende Worte. Er sagt über ihn: Bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.

Es lohnt sich also, diese Begegnung mit Jesus genauer unter die Lupe zu nehmen. In Matthäus 8,5-13 heißt es: Glaube, der vertraut weiterlesen

Das Böse ist limitiert – Offenbarung 9 und 10

Das Böse kann nur so viel Macht entfalten, wie Gott es zulässt. Gott setzt dem Bösen Grenzen.

Während der gesamten Menschheitsgeschichte hat Satan seinen tiefen Hass auf die Menschheit verborgen. Nun wird er offenbar. In Offenbarung 9,11 wird er als Verderber (Abgrund) und Anführer der zerstörerischen Mächte beschrieben.

Die Menschen, die sich nicht mit dem Lamm, sondern mit dem Engel des Verderbens verbunden haben, werden fünf Monate lang krank (Angstzustände, Muskelkrämpfe, Atembeschwerden). Sie wünschen den Tod herbei, können aber nicht sterben. Bei der sechsten Posaune stirbt dann ein Drittel der Menschheit.

Gott möchte, dass die Menschen die Wahrheit über Satan und sich selbst erkennen. Darum lässt er Satan Raum zum Wirken. Doch dieser Weckruf führt nicht zur Umkehr zu Gott. Die Menschen verharren in ihrer Auflehnung gegen Gott. Je stärker Gott eingreift, desto mehr zeigt sich der tiefsitzende Hass der Menschen gegen ihn. Durch die fünfte und sechste Posaune sollen die Menschen erkennen, was passiert, wenn Gott das Böse nicht mehr zurückhält. Die nun losgelassenen Kräfte kommen nicht aus dem Himmel, sondern sind von der Erde.

Auffallend ist, dass diese Mächte trotz ihrer unheimlichen Macht merkwürdig unfrei sind. Das Böse ist limitiert – Offenbarung 9 und 10 weiterlesen

Die Antwort auf die Gebete – Offenbarung 8

Das Endgericht wird immer wieder durch einen neuen Siebener-Schritt aufgeschoben. Sieben Siegel-, Posaunen- und Zornschalengerichte. Oder sollte man besser von Weckrufen sprechen? Diese aufeinanderfolgenden Zyklen zeigen uns, dass sich das Endgeschehen nicht in einer einzigen, geradlinigen Entwicklung vollzieht, die wir nachrechnen oder im Voraus bestimmen können. Es sind einzelne Etappen und Ereignisketten, die jeweils einen endzeitlichen Charakter tragen, aber auch die Möglichkeit einer weiteren Entwicklung nicht ausschließen. Vieles bleibt offen. So ist auch eine Reaktion wie in Ninive möglich, als die angekündigten Gerichte durch Jona verzögert wurden.

Was die Menschheit erlebt, ist die Antwort auf die Gebete der Heiligen: Die Antwort auf die Gebete – Offenbarung 8 weiterlesen

Zwischen Vollmacht und Ohnmacht

Als Christen stehen wir zwischen vollmundigen Verheißungen und ohnmächtiger Hilflosigkeit. Vor mehr als 30 Jahren besuchte ich ein Seminar zum Thema Vollmacht und Ohnmacht. Seit diesem Zeitpunkt begleitet mich dieses Wortspiel.

Es sind vier Punkte, die mich bewegen: Vollmacht statt Ohnmacht – Ohnmacht trotz Vollmacht – Vollmacht durch Ohnmacht – Vollmacht zur Ohnmacht.   Zwischen Vollmacht und Ohnmacht weiterlesen

Jesus will bei uns einkehren

Die Geschichte von Zachäus in Lukas 19,1-10 ist spannend. Zachäus ist ein Zöllner, der anders ist als die anderen. Er ist klein. Als Jesus nach Jericho kommt, versperren ihm die Leute die Sicht. Er sucht nach einer Lösung und steigt auf einen Baum.

Unsere Herausforderungen sind vielleicht anders. Doch die Situation, dass wir manchmal nicht mehr darüber sehen, kennen wir. Plötzlich versperren uns unsere Sorgen und alltäglichen Herausforderungen die Sicht auf Jesus oder das Gute im Leben.

Zachäus will Jesus sehen und sucht nach einem Weg, wie er das erreichen kann. Jesus will bei uns einkehren weiterlesen