Freut euch mit mir

Es ist spannend, wie Menschen aus gegensätzlichen Hintergründen zu Jesus kommen. Doch die Schriftgelehrten ärgern sich über die Randständigen. Jesus fordert sie aber auf, sich mit ihm zu freuen und erzählt ihnen die Geschichte von einem Hirten, der seine 99 Schafe zurücklässt, um das eine verlorene Schaf zu suchen (Lukas 15,1-7). Gemäß Jesus liegt der Fokus im Reich Gottes darin, Menschen zurück zu Gott zu bringen.

Gott wird in Hesekiel 34 als ein guter Hirte beschrieben, der sich um seine Schafe, das jüdische Volk, kümmert und ihnen nachgeht.

Viele, die die Lebensbestimmung verfehlt haben, kommen zu Jesus, hören ihm zu und wollen neu anfangen. Unter ihnen sind Zolleinnehmer, die sich an den Leuten schamlos bereichert haben, und andere Typen, mit denen man nichts zu tun haben möchte (Lukas 15,1). Jesus lässt sich auf sie ein und geht sogar zu ihnen hin, wenn er von ihnen zum Essen eingeladen wird.

Wie schnell schaut man auf andere herab (V.2), statt nach ihnen zu schauen.

Schon auf den ersten Seiten der Bibel steht: Gott sucht nach den Menschen. Gott rief: „Adam, wo bist du?“ 1.Mose 3,9. Er lässt den Menschen nicht im Stich. Er überlässt sie nicht ihrem Schicksal. Er macht sich auf den Weg zu ihnen. Gott sehnt sich nach uns Menschen und sucht noch immer nach denen, zu denen der Kontakt abgebrochen ist und die umkehren möchten.

Jesus ist der suchende – besuchende Gott. Er scheut keine Mühen, keine Strapazen, er ruht nicht eher, bis er das Verlorene wieder gefunden hat. Wer nicht mit Jesus dem guten Hirten unterwegs ist, der bleibt verloren.

Und die anderen 99 Schafe? Hat keines bemerkt, dass da eines nicht mehr da ist? Hat keines die Energie gehabt, aufzustehen, loszugehen und das verlorene Schaf zu suchen? Ergeht es uns manchmal nicht ähnlich? Niemand fragt nach dir, aber Gott hat dich nicht aufgegeben und sucht dich.

Keiner freut sich, als Jesus sich um die Menschen mit einem schlechten Ruf kümmert. Dennoch hat Jesus Menschen immer wieder inspiriert, sich ebenso um Menschen zu kümmern.

Spannend ist auch, dass der Hirte volles Vertrauen in die Herde hat. Sie bleiben zusammen, bis er wieder kommt.

Getrennt sein von der Herde und vom Hirten bedeutet den sicheren Tod des Tieres. Das Schaf ist darauf angewiesen, dass es der Hirte zurück zur Herde trägt. Gerade weil Jesus das Verlorensein ganz anders beurteilt als wir, ist das Finden eine große Sache in seinen Augen (Lukas 15,6).

Für Menschen, die den Kontakt zu Gott verloren haben, gibt es eine Hoffnung, denn Gott sucht sie, holt sie heraus und bringt sie zurück ins Leben.

Der Verlorene muss sich retten lassen und bereit sein, sich mit Jesus auf den Weg zu machen. Die Schriftgelehrten dachten, dass sie die Buße nicht nötig hatten. Doch in Jesaja 53,6 steht: „Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der HERR ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen.“

Im Gleichnis vom verlorenen Geldstück steht die Frau für Gott, der Licht bringt und in jedem Winkel nach dem stummen Geldstück sucht. Jesus schließt die Geschichte mit den Worten ab, dass im Himmel bei den Engeln große Freude herrscht, wenn ein Mensch sein Leben ändert (umkehrt) und zu Gott zurückfindet.

Egal ob blökendes Schaf oder stummer Groschen, Gott sucht uns mit Ausdauer. Wenn wir uns einmal verirren, sucht er nach uns und freut sich riesig, wenn wir wieder gefunden sind. Er will uns bei sich haben.

Himmlische Freude ist Freude über das Wiedergefundene. Gott und seine Engel nehmen Anteil am Geschehen auf der Erde. “Der HERR blickt vom Himmel herab auf die Menschen, um zu sehen, ob ein Verständiger da ist, einer, der Gott sucht. hat einst David geschrieben (Psalm 14,2).

Wie schön, wenn wir uns mit Gott und dem ganzen Himmel mitfreuen können.

Lukas 15,1-10

1 Alle Zöllner und Sünder kamen zu ihm (Jesus), um ihn zu hören. 2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.

3 Da erzählte er (Jesus) ihnen dieses Gleichnis und sagte:

4 Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?

5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war!

7 Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.

8 Oder wenn eine Frau zehn Drachmen (Geldstücke) hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet? 9 Und wenn sie diese gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte!

10 Ebenso, sage ich euch, herrscht bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.

In Hesekiel 34 heißt es: So spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich selbst bin es, ich will nach meinen Schafen fragen und mich um sie kümmern. 12 Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert …werde ich sie retten … 15 Ich, ich selber werde meine Schafe weiden und ich, ich selber werde sie ruhen lassen – Spruch GOTTES, des Herrn. 16 Das Verlorene werde ich suchen, das Vertriebene werde ich zurückbringen, das Verletzte werde ich verbinden, das Kranke werde ich kräftigen.

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