Alle Beiträge von Hanspeter Obrist

Sonntagsgedanken Toggenburger Tagblatt – 28. Juni 2025

Zur Ruhe kommen 

Jesus sagt in Matthäus 11,28: «Ich werde euch Ruhe geben.» In einer anderen Bibelübersetzung steht: «Bei mir erholt ihr euch. … Wenn ihr euch mir anvertraut, dann kommt Ruhe in euer Leben.»

Es tut gut, im Sommer für eine kurze Zeit weniger Verpflichtungen zu haben. Spannend ist die Aussage, dass wir bei Jesus auftanken können. Er verspricht nicht nur körperliche Ruhe, sondern durch die Verbindung mit ihm auch geistige und seelische Erholung – und das ganz ohne Reisestress.

Diese Ruhe ist mehr als eine Auszeit. Sonntagsgedanken Toggenburger Tagblatt – 28. Juni 2025 weiterlesen

Der Mensch erklärt seine Unabhängigkeit von Gott

Gott hat den Menschen als sein Gegenüber und Repräsentant auf dieser Erde erschaffen. Damit haben wir uns im Impuls „Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes“ auseinandergesetzt.

Wir haben die Fähigkeit, göttliche Realität wahrzunehmen. Gottes Atem ist in uns (1.Mose 2,7). Paulus schreibt in Römer 1,20: Sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen“.

Im Unterschied zu den Tieren kann der Mensch auch außerhalb seiner eigenen Wahrnehmung aus den Erfahrungen anderer lernen, konstruktiv denken und eigenständige Entscheidungen treffen.

Eines Tages stellte der Mensch Gottes Liebe und Wohlwollen in Frage. Er zweifelte daran, dass Gott es gut mit ihm meint und die Anweisung, von einem Baum nicht zu essen, zu seinem Besten ist.

Der Mensch wollte nicht mehr von Gott abhängig sein, sondern selbst entscheiden, was gut für ihn ist.

Viele Probleme mit Gott haben auch heute mit diesem Punkt zu tun. Wir zweifeln immer wieder an der Güte Gottes und das blockiert unsere Beziehung zu Gott.

Wir wollen nun in eine Geschichte schauen, welche uns ein Spiegel ist. Es geht weniger um die Details als um den Inhalt, bei dem wir merken, die Zerrüttung unserer Beziehung mit Gott hat seinen Grund nicht bei anderen, sondern bei uns selbst.  Der Mensch erklärt seine Unabhängigkeit von Gott weiterlesen

Leben mit der Gewissheit der Totenauferstehung

In Alexandria Troas verabschiedet sich Paulus am Abend von der Gemeinde. Da fällt ein Mann mit dem Namen „Der Glück hat“ (Eutychus) aus dem dritten Stock aus dem Fenster.

Paulus berührt den jungen Mann, wie einst Elia das Kind der Witwe, und der Tote wird wieder lebendig.

Anschließend feiern sie das Abendmahl. Damit erinnern sie sich daran, dass Jesus durch das Kreuz und die Auferstehung den endgültigen Tod überwunden hat. Diese Kraft haben die Zuhörer zuvor erlebt.

Wer mit Gott unterwegs ist, wird nicht vor allem Leid und allen Schwierigkeiten bewahrt, doch Gott verherrlicht sich immer wieder in unserem Leben, indem er eingreift.

Gott erleben wir in der Not, indem er uns die Last wegnimmt oder die Kraft gibt, sie zu ertragen.

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Schawuot und Pfingsten

Die Bibel berichtet, dass die Jesus-Gläubigen am Schawuot-Tag, dem Tag, an dem sich das jüdische Volk an den Empfang der Torah erinnert, den Heiligen Geist empfingen. Was hat das zu bedeuten?

In biblischer Zeit waren die drei Erntefeste Passah, Schawuot und das Laubhüttenfest mit Wallfahrten nach Jerusalem verbunden. An Passah dankte man für die Gerstenernte und erinnerte sich an den Auszug aus Ägypten. An Schawuot dankte man für die Weizenernte und gedachte an den Empfang der Torah. An Sukkot, dem Laubhüttenfest, dankte man für die Ernte von Wein und Obst und erinnerte sich an Gottes Fürsorge in der Wüste. Schawuot und Pfingsten weiterlesen

Das Geschäft mit der Himmelskönigin

In Ephesus war soeben eine Erweckung geschehen.

Ephesus war ein Wallfahrtsort für die  Göttin Artemis. Der Glaube an eine Himmelskönigin ist schon sehr alt.

In Ephesus verkauften Silberschmiede kleine Tempel und andere geweihte Gegenstände, denen göttliche Kräfte zugeschrieben wurden (Apostelgeschichte 19,23-40). Paulus sprach sich gegen die Wirksamkeit solcher von Menschenhand gefertigter Bilder aus (Vers 26). Er lästerte jedoch nicht über die Göttin selbst (Vers 37).

Nun, da sich viele dem Glauben an Jesus zugewandt hatten, schien das Geschäft mit dem Glauben in Gefahr zu sein (Vers 27).

Manchmal ist es besser zu schweigen, besonders dann, wenn Emotionen im Spiel sind.

Spannend ist auch, dass Paulus nie negativ über den Glauben anderer sprach. Auf jeden Fall konnte man ihm und seinen Mitstreitern nicht vorwerfen, dass sie über die Göttin gelästert hatten (Vers 37). Ihm war es wichtig, den Menschen aufzuzeigen, dass der Glaube sein Vertrauen auf Jesus setzt und nicht auf Gegenstände, denen man göttliche Kräfte zuschreibt.

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Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes

Psalm 139,13-24, von König David:

Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 14 Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke. … 16 Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen. In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war. 17 Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe! 18 Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. … 24 Leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!“

Das Bild aus Psalm 139 ist eindrücklich. Selbst wenn du kein Wunschkind bist und deine Eltern dich nicht erwartet haben, Gott hat auf dich gewartet. Er hat sein Ja zu dir gegeben. Er hat sich danach gesehnt, dass du bist (Vers 16). Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes weiterlesen

Reich Gottes kontra Magie

Wie es Paulus versprochen hatte, kam er nach Ephesus zurück.  Er predigte wie Jesus über das Reich Gottes und nicht über eine Optimierung des Lebens (Apostelgeschichte 19,8 –22). Durch Paulus geschahen außergewöhnliche Wunder.

Nach dem misslungenen Versuch der sieben Söhne Skevas mit dem Namen Jesu Geister zu vertreiben, wurde deutlich, dass Jesus sich nicht instrumentalisieren ließ. Eine komplette Unterstellung unter seine Herrschaft (Reich Gottes) ist nötig. Deshalb ist es wichtig, dass Jesus als Herr aufgenommen wird.

In der Magie versucht der Mensch, geistliche Mächte für einen persönlichen Vorteil zu nutzen. Dabei begibt man sich in Abhängigkeiten von Menschen und Geistern.

In der Gegenwart Gottes werden verborgene Sünden offenbar. So wurden in Ephesus die spirituellen Bücher öffentlich verbrannt.

Das Reich Gottes lässt sich nicht für unsere Zwecke instrumentalisieren. Der Mensch erkennt Jesus als neuen Herrn und König an.

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Endzeit-Erwartungen

Als Jesus das letzte Mal mit seinen Jüngern zusammen war, fragten diese: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“ (Apostelgeschichte 1,6). Die Jünger erwarteten, dass Jesus die Königsherrschaft unmittelbar in Israel aufrichten würde.

Die Antwort Jesu lautete: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. 8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen (Märtyrer) sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde (Apostelgeschichte 1,7-8). Jesus verspricht seinen Jüngern nur seine Gegenwart durch den Heiligen Geist in allen Schwierigkeiten. Ein irdisches Reich wird aber auch nicht abgelehnt. Endzeit-Erwartungen weiterlesen

Die Bibel – Mythen und Fakten

Die Bibel ist ein ganz besonderes Buch. Mehr als 40 Schreiber haben über einen Zeitraum von 1500 Jahren die verschiedenen Schriften der Bibel verfasst.

Die Bibel ist eigentlich eine Bibliothek. Es sind 66 Bücher. 39 sind auf Hebräisch und Aramäisch geschrieben und die 27 Schriften des Neuen Testament sind auf Griechisch.

Die Bibel wird zunehmend in Frage gestellt. So schreibt der katholische Theologe Peter Kreeft: „Der Zweifel an die historische Zuverlässigkeit der Schrift ist der top Einwand der Religionskritiker im 20. Jahrhundert“.

Der Versuch, Glaube und Geschichte und damit Wahrheit und Wirklichkeit voneinander zu trennen, führt entweder in den Unglauben oder in eine Welt der Illusionen.

Glaube ohne biblische Geschichte wird zur Philosophie, statt Theologie. Man lernt nicht mehr Gott kennen, sondern philosophiert über Gott und wie man Gott haben will. Immer mehr Theologen sehen in den biblischen Berichten nur noch Mythen und menschliche Wunscherzählungen. Die Bibel – Mythen und Fakten weiterlesen

Geistgeleiteter Glaube

Apollos glaubt an Jesus, aber ihm fehlt das Eintauchen in das Wirken des Heiligen Geistes, das ihn zu einem bevollmächtigten Leben in Christus befähigt. 

Es ist der Unterschied zwischen einem intellektuellen Glauben und einem geistgeleiteten Glauben mit einer lebendigen Beziehung zum himmlischen Vater.

Apollos ist bereit, ungebildeten Gläubigen zuzuhören. Priszilla und Aquila teilen ihre Glaubenserfahrungen und erweitern das Verständnis des Apollos für den Weg mit Jesus.

Der Heilige Geist führt und inspiriert Menschen in der Nachfolge Christi.

Diese Erfahrung macht ihn zu einem neu gesegneten Werkzeug in der Hand Gottes in der Gegend von Achaia, in der auch Korinth liegt.

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