Sagt allezeit für alles Dank

Wir lassen uns inspirieren von Epheser 5,19-20: Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen 20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

Was fällt uns in diesen Versen auf?

Wir sollen einander ermutigen. Nicht alles, was wir sagen, erbaut und hilft. Manchmal sind wir wahre Spezialisten im entmutigen. Paulus schreibt im 1.Korinther 8,1: „Die Erkenntnis bläht auf; aber die Liebe baut auf.“

Wir sollen Lieder nicht nur auswendig, sondern auch inwendig singen. Das könnte auch bedeuten, dass wir meinen, was wir singen. Gott zu singen ist ein Gebet. Wir können singen oder von ganzem Herzen singen.

Dank, allezeit für alles

Es gibt einen schönen Reim: „Danken schützt vor Wanken, Loben zieht nach Oben.“ Worauf sehen wir? Das verrät uns der Blick auf das halbvolle oder halbleere Glas. Blicke ich auf die schönen Seiten des Lebens? Blicke ich auf das Licht oder auf die dunklen Stellen? Wir verbreiten, was wir betonen. Dankbarkeit schützt vor Selbstmitleid. Was unser Herz erfüllt, das fließt aus dem Mund über. In Lukas 6,45 steht: Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“

Auffällig ist außerdem, dass Lobpreis uns in die Gegenwart Gottes führt. In Psalm 100,4 steht: „Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!“ Danken öffnet uns die Tore für eine tiefe Erfahrung von Gottes Gegenwart.

In Psalm 50,23 offenbart Gott uns ein Geheimnis: „Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.“ Dank ist keine Emotion. Danken ist der Entschluss, einen Weg einzuschlagen, auf dem man Gott immer mehr wahrnimmt.

Mit dem Danken bekennen wir uns zu unserer Abhängigkeit. Bei einigen Wundern dankte Jesus, bevor er das Wunder tat. Damit brachte er seine Abhängigkeit vom himmlischen Vater zum Ausdruck. Vielleicht fällt uns deshalb das Danken so schwer, weil wir uns damit zur Abhängigkeit bekennen. Oftmals möchten wir selbst- und eigenständig sein. Doch die Erfahrung einer ermutigenden Gemeinschaft ist sehr wertvoll.

Wenn wir vom Geist erfüllt sind, werden wir das Bedürfnis haben, Gott anzubeten und andere in ihrer Anbetung von Gott zu ermutigen.

Die hohe Schule des Dankes ist: allezeit für alles! Gott verfolgt mit allem, was uns widerfährt, gute Absichten. Und dafür dürfen wir ihm immer danken – auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nichts gibt, wofür wir dankbar sein könnten. Gottes Zusagen können uns aber auch in Not Zuversicht schenken.

Dankbarkeit ist eine Schlüsselkompetenz.

August 25, Hanspeter Obrist

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