Archiv der Kategorie: Gottesdienst – Impuls

Ich will erzählen von deiner Herrlichkeit

David ermutigt uns in Psalm 145,1-10 Gott anzubeten, ihm zu vertrauen und seine Taten zu verkünden. Hier einige Gedanken zur Umsetzung:

Wir wollen Gott die Stellung geben, die ihm gebührt. Er ist unser König (Vers 1). Wir respektieren seine Worte. Wir wollen ihn täglich rühmen (Vers 2). Über Gottes unausforschliche Grösse können wir nur staunen und ihm danken (Vers 3).

Wir sind dazu berufen, Gottes Herrlichkeit an kommende Generationen weiterzugeben und begeistert von ihm zu erzählen (Vers 4-7). Man könnte dies übersetzten mit: «Wie die Alten klingen, so die Jungen singen».

Wir halten unseren Glauben lebendig, indem wir von Gott reden, über ihn nachdenken, Erlebtes erzählen, ihn wertschätzen und rühmen.

Wer aus der Geschichte lernt, muss sie nicht wiederholen. Wir können mit Gottes Hilfe neue Wege gehen.

Wir sollen von unseren Erfahrungen mit Gott erzählen, damit andere davon reden und seine Güte und Gerechtigkeit rühmen (Vers 6-7). Jesus sagt in Matthäus 5,16: «Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.»

Gottes Macht (Vers 1) ist verknüpft mit seiner Güte und Gerechtigkeit (Vers 7). Gottes Gnade ist eine unverdiente Zuwendung (Vers 8-9). Er wirbt um uns. Sein Ziel ist eine Beziehung aus Liebe. Wer Gottes Liebe annimmt, erwidert sie und schwärmt von Gott (Vers 10).

Psalm 145

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Der Mensch erklärt seine Unabhängigkeit von Gott

Gott hat den Menschen als sein Gegenüber und Repräsentant auf dieser Erde erschaffen. Damit haben wir uns im Impuls „Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes“ auseinandergesetzt.

Wir haben die Fähigkeit, göttliche Realität wahrzunehmen. Gottes Atem ist in uns (1.Mose 2,7). Paulus schreibt in Römer 1,20: Sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen“.

Im Unterschied zu den Tieren kann der Mensch auch außerhalb seiner eigenen Wahrnehmung aus den Erfahrungen anderer lernen, konstruktiv denken und eigenständige Entscheidungen treffen.

Eines Tages stellte der Mensch Gottes Liebe und Wohlwollen in Frage. Er zweifelte daran, dass Gott es gut mit ihm meint und die Anweisung, von einem Baum nicht zu essen, zu seinem Besten ist.

Der Mensch wollte nicht mehr von Gott abhängig sein, sondern selbst entscheiden, was gut für ihn ist.

Viele Probleme mit Gott haben auch heute mit diesem Punkt zu tun. Wir zweifeln immer wieder an der Güte Gottes und das blockiert unsere Beziehung zu Gott.

Wir wollen nun in eine Geschichte schauen, welche uns ein Spiegel ist. Es geht weniger um die Details als um den Inhalt, bei dem wir merken, die Zerrüttung unserer Beziehung mit Gott hat seinen Grund nicht bei anderen, sondern bei uns selbst.  Der Mensch erklärt seine Unabhängigkeit von Gott weiterlesen

Schawuot und Pfingsten

Die Bibel berichtet, dass die Jesus-Gläubigen am Schawuot-Tag, dem Tag, an dem sich das jüdische Volk an den Empfang der Torah erinnert, den Heiligen Geist empfingen. Was hat das zu bedeuten?

In biblischer Zeit waren die drei Erntefeste Passah, Schawuot und das Laubhüttenfest mit Wallfahrten nach Jerusalem verbunden. An Passah dankte man für die Gerstenernte und erinnerte sich an den Auszug aus Ägypten. An Schawuot dankte man für die Weizenernte und gedachte an den Empfang der Torah. An Sukkot, dem Laubhüttenfest, dankte man für die Ernte von Wein und Obst und erinnerte sich an Gottes Fürsorge in der Wüste. Schawuot und Pfingsten weiterlesen

Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes

Psalm 139,13-24, von König David:

Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 14 Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke. … 16 Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen. In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war. 17 Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe! 18 Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. … 24 Leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!“

Das Bild aus Psalm 139 ist eindrücklich. Selbst wenn du kein Wunschkind bist und deine Eltern dich nicht erwartet haben, Gott hat auf dich gewartet. Er hat sein Ja zu dir gegeben. Er hat sich danach gesehnt, dass du bist (Vers 16). Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes weiterlesen

Endzeit-Erwartungen

Als Jesus das letzte Mal mit seinen Jüngern zusammen war, fragten diese: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“ (Apostelgeschichte 1,6). Die Jünger erwarteten, dass Jesus die Königsherrschaft unmittelbar in Israel aufrichten würde.

Die Antwort Jesu lautete: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. 8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen (Märtyrer) sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde (Apostelgeschichte 1,7-8). Jesus verspricht seinen Jüngern nur seine Gegenwart durch den Heiligen Geist in allen Schwierigkeiten. Ein irdisches Reich wird aber auch nicht abgelehnt. Endzeit-Erwartungen weiterlesen

Die Bibel – Mythen und Fakten

Die Bibel ist ein ganz besonderes Buch. Mehr als 40 Schreiber haben über einen Zeitraum von 1500 Jahren die verschiedenen Schriften der Bibel verfasst.

Die Bibel ist eigentlich eine Bibliothek. Es sind 66 Bücher. 39 sind auf Hebräisch und Aramäisch geschrieben und die 27 Schriften des Neuen Testament sind auf Griechisch.

Die Bibel wird zunehmend in Frage gestellt. So schreibt der katholische Theologe Peter Kreeft: „Der Zweifel an die historische Zuverlässigkeit der Schrift ist der top Einwand der Religionskritiker im 20. Jahrhundert“.

Der Versuch, Glaube und Geschichte und damit Wahrheit und Wirklichkeit voneinander zu trennen, führt entweder in den Unglauben oder in eine Welt der Illusionen.

Glaube ohne biblische Geschichte wird zur Philosophie, statt Theologie. Man lernt nicht mehr Gott kennen, sondern philosophiert über Gott und wie man Gott haben will. Immer mehr Theologen sehen in den biblischen Berichten nur noch Mythen und menschliche Wunscherzählungen. Die Bibel – Mythen und Fakten weiterlesen

1700 Jahre Konzil von Nizäa

Zum Jubiläumsjahr 2025

Vor 1700 Jahren fand das Konzil von Nizäa statt, das erste ökumenische Konzil. Von Mai bis Ende Juli im Jahr 325 versammelten sich rund 300 Bischöfe in der Sommerresidenz des römischen Kaisers in Nizäa, dem heutigen İznik in der Türkei, etwa 145 Kilometer südlich von Istanbul. Einberufen wurde das Konzil vom römischen Kaiser Konstantin, der von 306 bis 337 regierte.

Mit Konstantin wurde das Christentum im Römischen Reich nicht nur eine tolerierte Religion, sondern voll anerkannt. Nach der Gewährung der Religionsfreiheit im Jahr 313 breitete sich der christliche Glaube im Römischen Reich noch schneller aus.

Zunehmend entwickelten sich unterschiedliche Auffassungen darüber, was man als Christ glaubt.

Das Konzil von Nizäa ist das erste von insgesamt sieben von Christen allgemein anerkannten ökumenischen Konzile, die zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert stattfanden und die Grundlagen des Glaubens definierten.

Wer begegnet uns in Jesus? Ist Christus ein Freund, ein Weisheitslehrer oder begegnet uns in ihm Gott? Diese Fragen haben die Menschen seit dem 1. Jahrhundert beschäftigt. 1700 Jahre Konzil von Nizäa weiterlesen

Ostern – Fest der Erstlinge

„Jesus ist auferstanden.“ „Er ist wahrhaftig auferstanden.“ So lautet der traditionelle Ostergruß, der seinen Ursprung in der Emmauserzählung (Lukas 24,34) hat.

Das leere Grab wurde am „ersten Tag der Woche“ (Sonntag) entdeckt (Markus 16,2; Matthäus 28,1; Lukas 24,1; Johannes 20,1).

Aufgrund der Entdeckung des leeren Grabes Jesu „früh am ersten Tag der Woche …, als die Sonne aufgegangen war“ (Markus 16,2), ist die Morgenröte und der Osten im Christentum das Symbol für die Auferstehung Jesu geworden. Honorius Augustodunensis (12. Jh.) leitete Ostern von Osten (vgl. engl. easter und east) ab, der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs.

Der Auferstehungstag ist auch der Tag der Erstlinge. Er wird am ersten Tag nach dem Schabbat an Pessach gefeiert (3.Mose 23,11).

Nachdem Paulus in 1.Korinther 5,7 Jesus als das Passahlamm bezeichnet hat, schreibt er in 1.Korinther 15,20: „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen.

Es gibt also einen inneren Zusammenhang zwischen der Auferstehung Jesu und dem Fest der Erstlinge.

Wir wollen drei Aspekte betrachten:

  • Das jüdische Fest der Erstlinge
  • Jesus als Vorbild der Auferstehung
  • Die Schlüsselstellung der Auferstehung

Das jüdische Fest der Erstlinge

In 3.Mose 23 heißt es: Ostern – Fest der Erstlinge weiterlesen

Der Sohn Davids – Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, in der wir uns an das Abendmahl, den Kreuzestod und die Auferstehung von Jesus erinnern.

Über den Palmsonntag heißt es in Matthäus 21,8-9:

8 Und eine sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg, andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. 9 Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

Was bedeutet der Ausdruck: Sohn Davids?
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