In Offenbarung 5 stellt sich die große Frage: Wer ist würdig und hat die Kompetenz, die Geheimnisse Gottes den Menschen zu offenbaren?
Jesus ist der Löwe aus dem Stamm Juda, ein Spross Davids und das Lamm Gottes. Das geschlachtete Lamm liegt jedoch nicht tot da, sondern es steht auferstanden vor dem Thron. Es hat die göttlich vollendete Macht (sieben Hörner) und den vollkommenen göttlichen Durchblick (sieben Augen).
Jesus hat die Entschlossenheit und Furchtlosigkeit eines Löwen und zugleich die Sanftmut und Demut eines Lammes.
Die wahre Stärke (Löwe) Jesu liegt in der freiwilligen Ohnmacht (Lamm), in der totalen Abhängigkeit vom himmlischen Vater.
Wahre Vollmacht liegt im Verzicht auf Macht. Liebe zwingt nicht, sondern wirbt.
Auch die Nachfolger von Jesus sollen sich die Autorität nicht nehmen, sondern geben lassen. Sie sollen „herrschen“ in der Lammesart und das Umfeld fördern wie im Garten Eden.
Jesus ist derjenige, der uns Gottes Gedanken offenbart. Inmitten aller offenen Fragen wird Gottes verborgener Plan sichtbar.
Jesus nimmt sich nicht die Macht, sondern sie wird ihm von allen Geschöpfen gegeben.
Ganzer Text:
Wer ist würdig?
In Offenbarung 5 stellt sich die große Frage: Wer ist würdig und hat die Kompetenz, die Geheimnisse Gottes den Menschen zu offenbaren?
In Offenbarung 1,18 sagt Jesus: „Ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades (der Unterwelt).“ Jesus ist der Löwe aus dem Stamm Juda, ein Spross Davids und das Lamm Gottes. Mit seinem Blut hat er Menschen für Gott erworben (Offenbarung 5,9) und sie zu Priestern gemacht (Offenbarung 5,10). Ohne Jesus ist es zum Heulen. Er ist der verheißene König.
Im ersten Buch Mose, Kapitel 49, gibt Jakob jedem seiner Söhne einen Segen und charakterisiert sie und ihre Nachkommen mit einem Bild. Über Juda sagt er: „Juda ist ein junger Löwe“ (1.Mose 49,9). Jesus gehört zum Stamm Juda.
Jesus ist ein Nachkomme Davids. Dafür wird das Bild des „Sprosses Davids“ verwendet. Gott hat David Folgendes versprochen: „Einen Spross deines Leibes will ich setzen auf deinen Thron“ (Psalm 132,11). Und Jeremia schreibt: „Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land üben“ (Jeremia 23,5).
Die Leute aus Bethlehem gründeten Siedlungen und gaben ihnen „messianische“ Namen, wie das „Dorf des Sterns“ oder „Dorf der Sprösslinge“ (Nazara). Damit nahmen sie Bezug auf Jesaja 11,1: „Ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schössling (Nezer) aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen.“ Deshalb schreibt Matthäus: „Er wird Nazoräer (Sprössling) genannt werden“ (Matthäus 2,23).
Johannes der Täufer sagte über Jesus: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1,29).
Petrus schreibt: „Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel“ (1.Petrus 1,18-19). Und Jesaja schreibt: „Er machte seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird“ (Jesaja 53,7).
Das geschlachtete Lamm liegt jedoch nicht tot da, sondern es steht auferstanden vor dem Thron (Offenbarung 5,6). Es hat die göttlich vollendete Macht (sieben Hörner) und den vollkommenen göttlichen Durchblick (sieben Augen). Der Tod hat es nicht geschwächt.
Jesus hat die Entschlossenheit und Furchtlosigkeit eines Löwen und zugleich die Sanftmut und Demut eines Lammes. Wer sich auf ihn einlässt, erlebt seine Lammesart. Wer sich mit ihm anlegt, für den ist er wie ein Löwe.
Die wahre Stärke (Löwe) Jesu liegt in der freiwilligen Ohnmacht (Lamm), in der totalen Abhängigkeit vom himmlischen Vater. Zunächst scheint es, als sei niemand genug, das Buch zu öffnen, doch dann wird klar, dass die wahre Vollmacht im Verzicht auf Macht liegt. Liebe zwingt nicht, sondern wirbt.
Jesus empfängt: Macht (königlich), Reichtum (finanziell), Weisheit (intellektuell), Stärke (physisch), Ehre (Beziehungen), Herrlichkeit (Schönheit) und Lobpreis (Anerkennung) (Offenbarung 5,12).
Die Menschen sind zu einem königlichen Priestertum erlöst. Petrus schreibt: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat“ (1.Petrus 2,9). Ein Priester wirbt für Gott und setzt sich vor Gott für seine Mitmenschen ein. Gott sagte einmal (Hesekiel 13,3-5): „Wehe den törichten Propheten, … 5 In die Risse seid ihr nicht getreten.“ Auch die Nachfolger von Jesus sollen sich die Autorität nicht nehmen, sondern geben lassen. Sie sollen „herrschen“ in der Lammesart und das Umfeld fördern wie im Garten Eden.
Die Gebete der Heiligen steigen vor Gott auf (Offenbarung 5,8). Wer Jesus in sein Leben einlädt, zu dem kommen der Vater und der Sohn durch den Heiligen Geist (Johannes 14,23). Der Mensch wird dadurch geheiligt und ist ein Heiliger. Im 1.Korinther 1,2 schreibt Paulus: „An die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn.“ Wer zu Jesus betet ist also ein Heiliger.
Es fällt auf, dass die Ältesten singen und die Engel sprechen. In der Bibel steht an keiner Stelle, dass die Engel singen. Vielleicht ist das eine besondere Eigenart der Menschen.
Jesus ist derjenige, der uns Gottes Gedanken offenbart (Offenbarung 5,7; Johannes 14,24). Das erinnert an die Emmausjünger, denen Jesus nach der Auferstehung die Zusammenhänge in der Schrift aufzeigte (Lukas 24,27). Jesus hat auch verheißen, dass der Heilige Geist uns seine Worte aufschlüsseln wird (Johannes 14,26).
In größter Not auf der Insel Patmos wird Johannes durch den himmlischen Lobpreis gestärkt. Inmitten aller offenen Fragen wird Gottes verborgener Plan sichtbar: das verschlossene Buch.
Jesus nimmt sich nicht die Macht, sondern sie wird ihm von allen Geschöpfen gegeben.
1 Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und auf der Rückseite beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt.
2 Und ich sah einen starken Engel, der mit lauter Stimme ausrief: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu lösen?
3 Und niemand in dem Himmel, auch nicht auf der Erde, auch nicht unter der Erde konnte das Buch öffnen noch es anblicken. 4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen noch es anzublicken.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel (Spross) Davids, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen.
6 Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner und sieben Augen hatte; dies sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde.
7 Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. 8 Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und sie hatten ein jeder eine Harfe und goldene Schalen voller Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. 9 Und sie singen ein neues Lied und sagen:
Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast durch dein Blut Menschen für Gott erkauft aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation 10 und hast sie unserem Gott zu einem Königtum und zu Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen!
11 Und ich sah: Und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron her und um die lebendigen Wesen und um die Ältesten; und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende, 12 die mit lauter Stimme sprachen:
Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu nehmen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis.
13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen:
Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!
14 Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an
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