Die Hirten

Das nächste Adventsbild auf unserer Laterne sind die Hirten.

Warum verkündet der Engel die frohe Botschaft von der Geburt Jesu zuerst den Hirten?

In Lukas 1,32-33 sagt der Engel zu Maria: „Der Herr, Gott, wird ihm (Jesus) den Thron seines Vaters David geben; 33 und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein.“

David war um 1000 vor Christus Hirte in Bethlehem. Die Hirten weiterlesen

Die Geschichte der Geburt Jesu

Erzählt nach den beiden Evangelien von Matthäus und Lukas.

Der Priester Zacharias ist im Tempel zu Jerusalem an der Reihe, den Leuchter zu reinigen, Öl nachzufüllen und das Rauchopfer darzubringen. Plötzlich wird es hell. Ein Engel steht neben dem Räucheraltar. Zacharias erschrickt zutiefst.

Der Engel sagt zu ihm: „Fürchte dich nicht. Du und deine Frau Elisabeth ihr werdet einen Sohn bekommen. Ihr sollt ihm den Namen Johannes geben. (Das bedeutet: „Gott ist gnädig.“) Er wird als der verheißene Elia das Volk auf den erwarteten Messias vorbereiten.“

Zacharias ist verwirrt und sagt: „Wie soll das geschehen? Meine Frau und ich sind schon alt und können keine Kinder mehr bekommen.“

„Ich bin der Engel Gabriel, der vor Gott steht. Ich habe diese Nachricht von Gott selbst erhalten“, sagt der Engel. „Weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, wirst du stumm werden. Das ist das Zeichen, dass Gott sein Wort erfüllt.“ Und so geschieht es, Zacharias wird stumm.

Sechs Monate später ist der Engel Gabriel wieder unterwegs. Diesmal wird er nach Nazareth geschickt. Dort überrascht er Maria: „Der Herr ist mit dir, Maria.“ Als Maria sehr erschrickt, fährt er fort: „Fürchte dich nicht. Gott freut sich über dich. Du wirst einen Sohn gebären. Du sollst ihm den Namen Jesus geben.“ (Das bedeutet: „Retter.“) Die Geschichte der Geburt Jesu weiterlesen

Das Zeichen der Krippe

Im Mittelpunkt jeder Weihnachtsfeier steht die Krippe.

In Lukas 2,10-12 sagt der Engel zu den Hirten: „Ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. 11 Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. 12 Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“

Was löst das Bild der Krippe in dir aus? Warum eine Krippe?

Zunächst einmal lesen wir von großer Freude, denn heute ist der Retter, der Messias in Bethlehem geboren.

Das wurde schon in Micha 5,1-3 vorhergesagt: Das Zeichen der Krippe weiterlesen

Impulse aus der Weihnachtsgeschichte

Advents-Impuls 6Gott erwählt Betrübte

In Lukas 1, Vers 28-30 sagt der Engel Gabriel zu Maria: Sei gegrüßt, Begnadete! Der Herr ist mit dir. … Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden.“

In Marias Sprache war es wohl ein: Schalom (Friede dir). Gott hat dich erwählt. Der Herr ist mit dir. Fürchte dich nicht, du Betrübte. Gott ist dir gnädig.

Maria empfängt zunächst eine Zusage Gottes. Ihr Name ist die griechische Form des hebräischen Namens Miriam, der übersetzt ‚Bitterkeit‘ oder ‚Betrübnis‘ bedeutet.

Da sie sich in Bethlehem in die Steuerliste eintragen lassen und trotz ihrer Schwangerschaft von Nazareth nach Bethlehem reisen musste, könnte sie eine Erbtochter gewesen sein (4. Mose 36,8). Das bedeutet, Maria hätte keine Brüder gehabt und wäre die Besitzerin eines Familiengrundstückes gewesen. Vielleicht gaben die Eltern der Tochter deshalb den Namen Bitterkeit, weil der erhoffte Sohn ausblieb.

Gerade mit einer jungen Frau, die in Schwierigkeiten aufwächst, will Gott Geschichte schreiben. Die Botschaft lautet: Wie schwer dein Leben auch sein mag, Gott schaut auf dein Herz, nicht auf deine Umstände (1.Samuel 16,7).

Impulse aus der Weihnachtsgeschichte weiterlesen

Engel – Boten Gottes

Weihnachten fängt mit einem Engel an. Gott spricht auf dreierlei Weise zu uns. Der Heilige Geist öffnet uns die Augen für das, was in der Bibel steht. Gott spricht durch Menschen oder er schickt einen Engel.

Die Weihnachtsgeschichte beginnt mit einem Engel, der dem jüdischen Priester Zacharias begegnet. Er ist an der Reihe, im Tempel in Jerusalem den Leuchter zu reinigen, Öl nachzufüllen und das Rauchopfer darzubringen. Plötzlich steht ein Engel neben dem Räucheraltar und verheißt ihm einen Sohn.

In Lukas 1 lesen wir ab Vers 12: Engel – Boten Gottes weiterlesen

Gott gebührt alle Ehre

Jakobus aus dem engsten Kreis um Jesus wird hingerichtet, Petrus erlebt eine wunderbare Befreiung. Manches im Reich Gottes lässt sich mit unserem menschlichen Verstand nicht einordnen.

Warum Gott einmal eingreift und ein andermal nicht, bleibt ein göttliches Geheimnis. Das Wunder der Befreiung des Petrus leuchtet umso heller vor dem Hintergrund des Schicksals von Jakobus.

Innenpolitisch versuchte Herodes in Apostelgeschichte 12, die einflussreichen konservativen Kreise des Judentums durch eine strenge Orientierung an den jüdischen Gesetzen auf seine Seite zu ziehen. Vermutlich aus diesem Grund zettelte er auch eine Verfolgung der jungen christlichen Gemeinde in Jerusalem an, in deren Verlauf der Apostel Jakobus (Bruder des Johannes und Sohn des Zebedäus) ermordet und Simon Petrus um Pessach (Ostern) gefangen genommen wurden.

Doch seine Rechnung geht nicht auf. Seine Pläne werden von Gott durchkreuztGott setzt ein Zeichen und befreit Petrus auf eindrucksvolle Weise durch einen Engel.

Erst als Herodes seine Macht in den Kopf steigt, setzt Gott seinem Treiben ein Ende. Vermutlich hatte er einen plötzlichen schmerzhaften Arterienverschluss oder eine venöse Thrombose, welche zum Absterben des Gewebes führte und das Einnisten von Maden ermöglichte (Vers 23).

Wie Gott zu seiner Ehre kommt, ist uns häufig verborgen. Manchmal müssen wir das Leid ertragen, ein andermal werden wir davon befreit.

Ganzer Text:   Gott gebührt alle Ehre weiterlesen

Der Sinn des Fastens

Die adventliche Fastenzeit umfasste ursprünglich 40 Tage und endete am ersten Weihnachtstag (25. Dezember). Beim Fasten, von dem Jesus sprach, steht nicht der Verzicht im Zentrum. Fasten heißt vielmehr: etwas loslassen, um Zeit mit Gott zu haben.

Jesus kommt in der Bergpredigt auf das Fasten zu sprechen. In Matthäus 6,16-18 heißt es:

16 Wenn ihr aber fastet, so seht nicht düster aus wie die Heuchler! Denn sie verstellen ihre Gesichter, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

Beim Fasten geht es nicht darum, Eindruck auf andere zu machen. Fasten ist eine Sache zwischen uns und Gott. 
Der Sinn des Fastens weiterlesen

Gottes Wege sind oft anders als wir denken

Die Gemeinde in Antiochia wuchs, weil Migranten aus Zypern und dem heutigen Tunesien die gesellschaftlichen Schranken beiseite schoben und allen von Jesus und seiner verändernden Kraft erzählten.

Die Gemeinde hatte einen doppelten Schwerpunkt: einerseits das Studium der heiligen Schriften, andererseits das Hören auf die Impulse Gottes. In Antiochia entwickelte sich auch ein ausgeprägter Sinn für Teamarbeit, den Paulus sein ganzes Leben lang pflegte.

Diese Mischung aus Lehren, Hören und Geben unterscheidet diese Gemeinde von anderen, so dass Gott sie zum Ausgangspunkt für die weltweite Verkündigung der guten Nachricht erwählt.

Auf einen Nenner gebracht, haben sie eine Faszination für die Bibel. Sie ergänzen sich gegenseitig. Sie lassen sich im Gebet inspirieren und freuen sich, wenn sie von dem, was sie haben, etwas weitergeben können.

Ganzer Text: Gottes Wege sind oft anders als wir denken weiterlesen

Die gute Nachricht bei Hiob

Die Erzählung von Hiob wirft viele Fragen auf. Der Begriff „Hiobsbotschaft“ hat sich für eine tragische Nachricht eingebürgert.

Deshalb steht der Titel im Gegensatz zu dem, was wir erwarten. Ich habe viel profitiert von einem umfangreichen Kurs zu Hiob am Israel College of the Bible.

Erstens fällt auf, dass das Buch Hiob keine anderen biblischen Bücher zitiert. Aber Aussagen aus dem Buch Hiob werden in anderen biblischen Büchern angeführt. Das heißt, es ist ein sehr altes Buch.

Die Rabbiner sagen im Talmud Bava Batra 14b, dass Moses das Buch geschrieben hat. Das ist spannend, weil es eine neue Perspektive ins theologische Denken der Torah, der fünf Bücher Mose, bringt.
Die gute Nachricht bei Hiob weiterlesen

Gottes Liebe kennt keine Schranken

Was uns in Apostelgeschichte 10,24-48 geschildert wird, ist ein Umdenken der ersten Jünger Jesu.

Vor Gott gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden (Apg. 10,34).

Als Petrus das Haus betritt, fällt Kornelius ehrfürchtig vor ihm nieder. Ein Römer verneigt sich vor einem Juden! Petrus richtet ihn sofort auf und sagt: „Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch!“

Kornelius ist nicht allein: Er hat seine Verwandten und Bekannten zusammengetrommelt.

Zuerst stellt Petrus klar: Eigentlich dürfte er gar nicht hier sein. Religiöse Juden gingen damals nicht in das Haus eines Nichtjuden. Aber Gott hat Petrus aufgezeigt: Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht unrein.

Petrus fragt Kornelius nach seinem Anliegen. Kornelius berichtet von seiner Engelserscheinung.

Erst jetzt beginnt Petrus zu begreifen, dass Gott ihm nicht nur erlaubt hat hierher zu kommen, sondern dass Gott nicht auf die Herkunft eines Menschen schaut, sondern auf sein Herz. Egal aus welchem Volk, egal aus welcher kirchlichen Tradition: Gott schaut auf das Herz. So wie es auch bei der Berufung Davids zum König heißt: „Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz (1.Samuel 16,7).

Petrus beschreibt den Zuhörern ganz schlicht, was mit Jesus geschehen ist. Plötzlich beginnen sie Gott zu preisen. Kein Zweifel: Gott schenkt auch den Nichtjuden seinen Geist und macht sie durch Jesus zu Kindern Gottes. Vergebung und den Heiligen Geist empfangen alle, die offen sind für Gottes Wirken.

Schon Jesaja prophezeite von Jesus: „Ich habe dich zum Licht für alle Völker gemacht, damit du der ganzen Welt die Rettung bringst, die von mir kommt!“ (Jesaja 49,6).

Impuls aus dem offenen Bibel-Treff Ebnat-Kappel
Weitere Impulse aus der Apostelgeschichte
Gottes Liebe kennt keine Schranken weiterlesen