Nur noch eine Minderheit in Deutschland glaubt an die leibliche Auferstehung Jesu von den Toten.
Unter den Katholiken beantworten 38 Prozent die Frage danach mit „(eher) Ja“, bei den evangelischen Christen, die zu einer Landeskirche gehören, sind es nur 29 Prozent, allerdings glauben 58 Prozent der Christen in evangelischen Freikirchen daran. Das ergab eine am Mittwoch (1.4.26) veröffentlichte Online-Befragung unter 2010 Erwachsenen aus ganz Deutschland durch das Erfurter Meinungsforschungsinstitut Insa Consulere im Auftrag der mitteldeutschen Kirchenzeitungen „Glaube+Heimat“ und „Der Sonntag“. Von den muslimischen Befragten glaubt ein Drittel ebenfalls an eine leibliche Auferstehung Jesu. Von den konfessionslosen Befragten glauben demnach 82 Prozent nicht daran, 10 Prozent sind unsicher und 5 Prozent glauben daran.
Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist der christliche Glaube nach Paulus (1. Korinther 15) inhaltlos, vergeblich und eine Illusion. Predigt und Hoffnung wären sinnlos, die Vergebung unserer Verfehlungen unwirksam.
Die Auferstehung ist der Kern des christlichen Glaubens.
Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, wäre jede Predigt ein humanistisches Wunschdenken. Im besten Fall wäre Jesus ein Vorbild wie andere Menschen auch. Dem Glauben an einen toten Christus fehlt die Dynamik. Es bliebe bei menschlichen Anstrengungen.
Paulus schreibt in 1.Korinther 15,14: „Wenn Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube.“
Weil Jesus auferstanden ist, können wir mit ihm sprechen und ihm alles sagen, was uns bedrückt oder freut. Er hat immer ein offenes Ohr für uns.
Mit der Hilfe von Jesus wagen wir, neue Wege zu gehen.
Plötzlich gibt es göttliche Zu-fälle, bei denen uns etwas zuteil wird, das menschlich nicht machbar ist. Durch die Auferstehung Jesu erleben wir, wie Gott in unserem Leben wirkt. Wir sind keine Selbsthilfegruppe, sondern erfahren göttliche Hilfe. Wir haben einen himmlischen Fürsprecher.
Wir können alte Geschichten loslassen, vergeben und Vergebung annehmen. Wir erhalten eine neue Sicht auf uns selbst und andere Menschen. Anstelle von Hass entsteht Liebe, anstelle von Rache Wohlwollen.
Wir empfangen einen unerklärlichen göttlichen Frieden.
Durch die Auferstehung verändert sich unser Leben, denn Jesus ist durch den Heiligen Geist gegenwärtig.
Ostern ist desshalb für uns ein Anlass, um zusammenzukommen und Gottes Hingabe für uns Menschen zu feiern. Wir sind dankbar, für die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen.